297. Infanterie-Division (Wehrmacht)

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297. Infanterie-Division
Aktiv Mai 1940 bis Mai 1945
Land Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich
Streitkräfte Wehrmacht
Teilstreitkraft Heer
Typ Infanteriedivision
Grobgliederung Siehe Gliederung
Aufstellungsort Bruck an der Leitha
Zweiter Weltkrieg Schlacht von Stalingrad
Kommandeure
Liste der Kommandeure

Die 297. Infanterie-Division war ein Großverband des Heeres der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. Ihr Personalbestand umfasste vorwiegend Österreicher.

Divisionsgeschichte[Bearbeiten]

Einsatzgebiete:

  • Deutschland, Westfront : April 1940 bis Juli 1941
  • Ostfront, Südabschnitt: Juli 1941 bis Oktober 1942
  • Stalingrad: Oktober 1942 bis Januar 1943
  • Frankreich: April bis Juni 1943
  • Serbien: Juni bis September 1943
  • Albanien: September 1943 bis September 1944
  • Montenegro, Balkan: September 1944 bis Mai 1945

Die 297. ID wurde als Division der 8. Aufstellungswelle im Januar 1940 in Bruck an der Leitha (Wehrkreis XVII) aufgestellt. Wenig später nahm der Verband am Westfeldzug in Belgien und Frankreich teil. Im Oktober 1940 stellte die Division die Bataillone I./522 und I./523 an die 327. Infanterie-Division ab. Wenig später erfolgte die Abgabe des Regimentsstabs IR 524 an die 113. Infanterie-Division. Die Abstellungen wurden wieder ersetzt.

1941 wurde die 297. ID an die Ostfront verlegt und kämpfte am im Brückenkopf Tscherkassy. Über das Donezgebiet drang sie weiter bis nach Charkow vor. 1942 war sie der 4. Panzerarmee und der 6. Armee unterstellt und nahm am Fall Blau teil. Die 297. ID kämpfte bei Kalatsch und gehörte in der Schlacht von Stalingrad im November 1942 dem IV. Armeekorps unter Generaloberst Erwin Jaenecke an.[1] 1943 wurde die 297. ID in der Kesselschlacht von Stalingrad aufgerieben. Sukzessiv erfolgte die Neuaufstellung der Division. Im März 1943 wurden Kampfgruppen in Bataillonsstärke an die 297. ID angegliedert, so dass die komplette Division im April 1943 wieder ihre volle Stärke hatte. Danach wurde die 297. ID auf dem Balkan bei Anti-Partisanenoperationen in Albanien, Serbien und Montenegro eingesetzt. Im Mai 1945 kapitulierte die 297. ID in der Nähe von Cilli / Radkersburg vor der jugoslawischen Armee.

Personen[Bearbeiten]

Divisionskommandeure der 297. ID:
Dienstzeit Dienstgrad Name
5. April 1940 bis 16. Januar 1943 General der Artillerie Max Pfeffer
16. Januar bis 1. April 1943 Generalmajor Moritz von Drebber
1. April 1943 bis 17. Februar 1944 Generalleutnant Friedrich-Wilhelm Deutsch
17. Februar bis 26. Oktober 1944 Generalleutnant Otto Gullmann
26. Oktober 1944 bis unbekannt Generalleutnant Albrecht Baier
Generalstabsoffiziere (Ia) der 297. ID:
Dienstzeit Dienstgrad Name
8. Februar bis Oktober 1940 Major Heinz Brandt
20. Oktober bis 15. August 1941 Oberstleutnant Karl-Theodor Koerner
17. Oktober 1941 bis 18. September 1942 Oberstleutnant Walter Nagel
unbekannt bis 25. Januar 1943 Oberstleutnant Arthur Weber
April bis 10. September 1943 Oberstleutnant Hans-Georg Eismann
10. September 1943 bis 20. Januar 1945 Oberstleutnant Heinz Toop
20. Januar 1945 bis unbekannt Oberstleutnant Wilfried von Sobbe
  • Willy Riedel, Kommandeur der III. Abteilung im Infanterie-Regiment 524 erhielt das Deutsches Kreuz in Gold sowie das Ritterkreuz mit Eichenlaub[2] am 8. Oktober 1942 in der Schlacht von Stalingrad.[3] Riedel wurde nach dem Krieg Oberst in der Nationalen Volksarmee und kommandierte vom 30. Oktober 1956 bis zum 31. Dezember 1957 die 6. Mot.-Schützen-Division.

Gliederung[Bearbeiten]

1940 1943
  • Infanterie-Regiment 522
  • Infanterie-Regiment 523
  • Infanterie-Regiment 524
  • Grenadier-Regiment 522
  • Grenadier-Regiment 523
  • Grenadier-Regiment 524
  • Füsilier-Bataillon 297
  • Artillerie-Regiment 297
  • Artillerie-Regiment 297
  • Panzerabwehr-Abteilung 297
  • Panzerjäger-Abteilung 297
  • Pionier-Bataillon 297
  • Pionier-Bataillon 297
  • Nachrichten-Abteilung 297
  • Nachrichten-Abteilung 297
  • Nachschubtruppen 297
  • Nachschubtruppen 297
  • Feldersatz-Bataillon 297

Literatur[Bearbeiten]

  •  Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. Band 9. Die Landstreitkräfte 281 – 370. Biblio-Verlag, Bissendorf 1974, ISBN 3-7648-1174-9.
  •  Alois Beck: Bis Stalingrad …. [(1941 – 1943)] / Alois Beck sowie Mitautoren vom einfachen Landser bis zum General. 3. Auflage. Abt, Ulm 1990, ISBN 3-924170-00-2.
  • Dr. Hermann Achleitner: Als Arzt in Stalingrad, Ulm, 1983.

Weblinks[Bearbeiten]

Anmerkungen und Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.historisches-tonarchiv.de/stalingrad/stalingrad-truppen.htm
  2. http://www.ritterkreuztraeger.info/pdfs/Eichenlaubliste.pdf
  3. http://www.stalingradbattle.nl/allerlei/ritterkreuz.htm