Abraham Zapruder

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Abraham Zapruder (* 15. Mai 1905 in Kowel, Ukraine; † 30. August 1970 in Dallas, Texas) war ein Amateurfilmer, der als Zuschauer des Präsidentenempfanges in Texas zufällig das Attentat auf John F. Kennedy in Dallas am 22. November 1963 filmte.

Leben[Bearbeiten]

Zapruders Kamera

Zapruder, der eine Firma für Damenoberbekleidung besaß, verwendete eine damals sehr fortgeschrittene Filmkamera vom Typ 414-PD-Bell-&-Howell-Zoomatic-Director-Series aus dem Jahr 1962, bestückt mit einem Kodak Kodachrome II safety film.

Innerhalb einer Stunde nach dem Attentat tauchte der Journalist und Geheimdienstmitarbeiter Forrest Sorrels bei Zapruder im Büro auf. Der Film ging zum Fernsehsender WFAA. Der Film selbst war nicht auf dem Bildschirm zu sehen, da WFAA keine Möglichkeiten hatte, den 8-mm-Film zu entwickeln, Zapruder selbst war allerdings innerhalb von zwei Stunden im Rahmen eines Interviews zu sehen.

Nachdem Kodak den heute so genannten Zapruder-Film entwickelt hatte, gingen zwei Kopien des Films an den Geheimdienst und eine an Zapruder. Er verkaufte ihn mit allen Rechten für 150.000 US-Dollar an das Life Magazine; Teil des Vertrages war, dass der eigentliche Effekt des Schusses auf Kennedys Kopf nicht gezeigt werden durfte (Bild 313). Zapruder spendete die erste Rate von 25.000 US-Dollar der Witwe des ermordeten Polizeibeamten J. D. Tippit.

Ehrung[Bearbeiten]

Nach Abraham Zapruder ist eine Zeitschrift zur Geschichte sozialer Konflikte benannt, die seit 2002 erscheint. Er habe von unten Geschichte gemacht, heißt es in der Begründung des The Zapruder World Project.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Startseite des Projekts, zuletzt abgerufen am 8. Februar 2014.