Paul Giamatti

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Paul Giamatti auf dem Toronto International Film Festival (2010)

Paul Edward Valentine Giamatti (dʒiəˈmɑːti; * 6. Juni 1967 in New Haven, Connecticut) ist ein US-amerikanischer Schauspieler.

Leben[Bearbeiten]

Paul Giamattis Vater, Angelo „Bart“ Bartlett Giamatti, war Professor an der Universität Yale, der später Präsident der Universität und Commissioner der Major League Baseball wurde. Seine Mutter, Toni Smith, war Schauspielerin. Auch Giamattis Bruder Marcus ist Schauspieler (Für alle Fälle Amy).

Paul Giamatti besuchte das Eliteinternat Choate Rosemary Hall in Wallingford, Connecticut, studierte Anglistik in Yale und absolvierte ein Schauspiel-Studium an der Yale School of Drama. Nach seinem Abschluss folgten zahlreiche Theater-Produktionen unter anderem am Broadway, bevor er in einigen kleinen Fernseh- und Kinorollen in den frühen 1990ern zu sehen war.

Seine erste bekannte Rolle spielte er in der Filmadaption von Howard Sterns Autobiographie Private Parts, in der Giamatti den unsympathischen Programmchef Kenny Rushton spielte. Der Radiomoderator Stern lobte Giamattis Darstellung und forderte vergebens eine Oscar-Nominierung in der Kategorie Bester Nebendarsteller. Zuvor hatten Giamattis Rollen in Filmen wie Donnie Brasco oder Geliebte Aphrodite noch nicht einmal Namen gehabt.

In der Folgezeit war er zunächst in kleineren Rollen in einigen großen Filmen wie Die Truman Show, Der Soldat James Ryan und Verhandlungssache zu sehen. Seinen Durchbruch erzielte er 1999 in dem Biopic Der Mondmann über das Leben des Komikers Andy Kaufman. Seine Filmauswahl umfasst neben Mainstream-Filmen wie Die Hochzeit meines besten Freundes, Big Mamas Haus, Planet der Affen und Paycheck – Die Abrechnung immer wieder hochgelobte Independent-Filme wie Women Love Women, Traumpaare und Storytelling.

Mit American Splendor über den Comic-Autoren Harvey Pekar etablierte er sich als Hauptdarsteller und konnte viele Auszeichnungen für Filme wie Sideways und Das Comeback gewinnen. Für letzteren Film erhielt er 2006 sowohl eine Golden Globe wie Oscar- Nominierung und wurde von der Amerikanischen Schauspielgilde als bester Nebendarsteller ausgezeichnet.

2006 war er als Hauptdarsteller in M. Night Shyamalans Das Mädchen aus dem Wasser als Hausmeister und neben Edward Norton und Jessica Biel in Der Illusionist als Inspektor zu sehen. Letzterer Film kam im deutschsprachigen Raum allerdings nie in die Kinos.

2010 war Giamatti in der Komödie Barney’s Version in der Titelrolle des Barney Panofsky, ein Produzent seichter Fernsehserien, der sein bewegtes Leben Revue passieren lässt. Seine Darstellung brachte ihm 2011 erneut den Golden Globe, diesmal als bester Hauptdarsteller in einer Komödie oder Musical ein. 2012 arbeitete er als Voice-Actor in der Comicverfilmung von The Goon.[1]

Paul Giamatti ist seit 1997 mit Elizabeth Cohen verheiratet und hat einen Sohn.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Giamatti bei der New Yorker Uraufführung seines Films Barney’s Version (2011)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 2005: Golden Globe-Nominierung für Sideways
  • 2006: Oscar- und Golden Globe-Nominierung für Das Comeback als bester Nebendarsteller
  • 2006: Critic's Choice Award als bester Nebendarsteller für Das Comeback
  • 2008: Emmy als bester Hauptdarsteller in der Miniserie John Adams
  • 2009: Golden Globe als bester Hauptdarsteller in der Miniserie John Adams
  • 2009: Darstellerpreis des Internationalen Filmfestivals von Karlovy Vary für Cold Souls (gemeinsam mit Olivier Gourmet für Un ange à la mer)
  • 2011: Golden Globe für Barney’s Version als bester Hauptdarsteller (Komödie oder Musical)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Paul Giamatti – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Quick Goon Update Goes Nowhere