Abstürzende Brieftauben

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Abstürzende Brieftauben
Allgemeine Informationen
Genre(s) Fun-Punk
Gründung 1983
Auflösung 1997
Website www.abstuerzendebrieftauben.de
Gründungsmitglieder
Konrad Kittner
Gesang, Gitarre, Schlagzeug
Mirco „Micro“ Bogumil
Letzte Besetzung
Gesang, Gitarre, Bass
Konrad Kittner
Gesang, Gitarre, Bass
Mirco „Micro“ Bogumil
Gesang, Schlagzeug
Oliver Rosthal (ab 1993)

Die Abstürzenden Brieftauben war eine Punkband aus Hannover.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte[Bearbeiten]

Die Band wurden 1983 gegründet und bestand aus Konrad Kittner (Gesang, Gitarre, Schlagzeug) und Mirco „Micro“ Bogumil (* 16. Juli 1967 in Hannover; Gesang, Gitarre, Schlagzeug). Die Band wurde durch zahlreiche Berichte in der Zeitschrift Bravo auch außerhalb der Szene bekannt. 1993 spielten sie in Hape Kerkelings Film „Kein Pardon“ in einer Gastrolle zwei punkige Kabelhilfen. Ebenfalls 1993 stieg Oliver Rosthal (Gesang, Schlagzeug) als dritter Mann in die Band ein und somit konnten Konrad und Micro sowohl Gitarre als auch E-Bass einsetzen. 1997 löste sich die Band offiziell auf, fand aber 2002 noch einmal zusammen, um in der Urbesetzung noch ein letztes Konzert zu spielen.

Der Name der Band ist eine offensichtliche Verballhornung des Namens der erfolgreichen Industrial-Band Einstürzende Neubauten.

Während der Konzerte lud die Band die Konzertbesucher zum Stagediving ein und verzichtete hierfür auf die üblichen Absperrgitter und Security.

In der Nacht vom 11. auf den 12. Mai 2006 verstarb Gründungsmitglied Konrad Carls (geb. Kittner), Sohn des Kabarettisten Dietrich Kittner, im Alter von 44 Jahren überraschend an Herzstillstand beim Ausführen seines Hundes. Auf seinem Grabstein (Engesohder Friedhof in Hannover) steht „pacem et circenses“ in Anlehnung an „Brot (panem) und Spiele“ der Römer und an das Album 1993, hier also: „Friede und Spiele“.

Mirco „Micro“ Bogumil spielte nach der Auflösung der Band noch bei einigen anderen Bands/Projekten, z. B. „Die Bogumilen“, „Die Betakteten“ und zuletzt als Gitarrist bei den „Smelly Caps“, wo er Ende 2008 als Gitarrist ausstieg.

Diskografie[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
Krieg Und Spiele
  DE 84 xx.xx.1993 (4 Wo.)

Alben[Bearbeiten]

  • 1984: Ein Blödmann Kommt Selten Allein (Demo) (MC)
  • 1986: Das kriegen wir schon hin (LP/CD)
  • 1987: We Break Together!!! (LP)
  • 1988: Entschuldigen Sie bitte (LP)
  • 1989: Im Zeichen des Blöden (LP/CD/MC)
  • 1990: Der Letzte macht die Tür zu (LP/CD/MC)
  • 1991: Ausser Kontrolle (Live) (LP/CD/MC)
  • 1993: Krieg & Spiele (LP/CD/MC)
  • 1994: Wer hat an der Uhr gedreht...? (CD/MC)

Tribut[Bearbeiten]

  • 1994: ... Ist es wirklich schon so spät? (CD)

Von jeder verkauften CD gingen 5 DM an die Aids-Hilfe Hamburg e.V. Auf der CD werden die Brieftauben von Bands wie Razzia, Slime, Rubbermaids, Heiter bis Wolkig und vielen anderen Bands gecovert.

Singles[Bearbeiten]

  • 1985: Nicht zu fassen (7″)
  • 1989: Das Grauen kehrt zurück (12″)
  • 1989: Twist als „Aufquellende Brieftaschen“ (12″ /MCD)
  • 1990: Im Strandbad (7″/12″/MCD)
  • 1991: Konrad K. (7″/12″/MCD)
  • 1992: Eine Muh, eine Mäh, eine Tätärätätä (7″/MCD)
  • 1993: Krieg in den Städten (7″) (Cover der Band Klischee)
  • 1993: Pa-Pa-Paderborn (7″/MCD)
  • 1993: Frank II (Split mit der Crossover-Gruppe Krombacher MC) (SCD)
  • 1994: Das Karussell (MCD)
  • 1994: Das Herz eines Boxers (MCD)

Samplerbeiträge[Bearbeiten]

  • 1989: „Die Kuh“ auf „Wir warten auf die Lindenstraße“ (Vielklang) (Cover der „Mini Pigs“)
  • 1991: „Du brauchst es“ auf „Festival der Volxmusik“
  • 1995: „Frau Meier“ auf „Jung Kaputt Spart Altersheime – Hannover Punk 78–84“ (Nasty Vinyl)
  • 2003: „EMI“ auf „Berenstark X Sampler“
  • 2004: „Tanzen" auf „Berenstark XI Sampler“

Videos[Bearbeiten]

  • 1992: Außer Kontrolle (VHS)
  • 2009: 25 Jahre sind genug (Doppel-DVD)

Literatur[Bearbeiten]

  • Matthias Blazek: Das niedersächsische Bandkompendium 1963–2003 – Daten und Fakten von 100 Rockgruppen aus Niedersachsen. Celle 2006, S. 157 ISBN 978-3-00-018947-0

Weblinks[Bearbeiten]