Act of Union 1800

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 Königreich Großbritannien vor dem Act of Union 1800
 Königreich Irland vor dem Act of Union 1800

Beim Act of Union 1800 handelte es sich eigentlich um zwei Gesetzesvorlagen, die durch die Parlamente des Königreiches Großbritannien (Union with Ireland Act 1800, verabschiedet am 2. Juli 1800) und des Königreichs Irland (Act of Union (Ireland) 1800, verabschiedet am 1. August 1800) beschlossen wurden. Der Inhalt der beiden Gesetze war die staatliche Vereinigung der beiden Königreiche zum Vereinigten Königreich von Großbritannien und Irland, die am 1. Januar 1801 in Kraft trat.

Der Vertrag sah vor, dass Irland 100 Abgeordnete in das insgesamt 658 Abgeordnete zählende britische Parlament im Palace of Westminster entsenden sollte. Das waren deutlich weniger Abgeordnete, als dem Anteil Irlands an der Gesamtbevölkerung des neuen Königreiches Großbritannien und Irland entsprach, der damals etwa ein Drittel ausmachte.[1] Teil des Vertrages war auch die Katholikenemanzipation, obwohl sie nicht im Text des Act eingeschlossen war, da größere Proteste der irischen protestantischen Opposition befürchtet wurden. Wegen des Glaubens des Königs George III. wurden allerdings diesbezüglich keine weiteren Schritte unternommen, da das seinen bei der Krönung abgelegten Eid verletzt hätte.

Die Flagge des neuen Königreichs blieb der Union Jack, allerdings ergänzt um das St. Patrick’s Cross für Irland.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ward, Alan J.: The Irish Constitutional Tradition: Responsible Government and Modern Ireland 1782-1992. Irish Academic Press, 1994.
  • Lalor, Brian (ed).: The Encyclopaedia of Ireland. Gill & Macmillan, Dublin, Ireland, 2003. ISBN 0-7171-3000-2, S. 7

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatThe Scottish Parliament (Constituencies) Bill. Bill 4 of 2003-4. www.parliament.uk, abgerufen am 28. Juli 2013 (pdf, englisch).