Ada (Oklahoma)

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Ada
Spitzname: City of Pure Spring Water
OKMap-doton-Ada.PNG
Lage in Oklahoma
Basisdaten
Staat: Vereinigte Staaten
Bundesstaat: Oklahoma
County:

Pontotoc County

Koordinaten: 34° 46′ N, 96° 40′ W34.763611111111-96.668333333333308Koordinaten: 34° 46′ N, 96° 40′ W
Zeitzone: Central (UTC−6/−5)
Einwohner: 16.810 (Stand: 2010)
Bevölkerungsdichte: 413 Einwohner je km²
Fläche: 40,8 km² (ca. 16 mi²)
davon 40,7 km² (ca. 16 mi²) Land
Höhe: 308 m
Postleitzahlen: 74820-74821
Vorwahl: +1 580
FIPS:

40-00200

GNIS-ID: 1089523
Webpräsenz: www.adaok.com
Bürgermeister: Greg McCortney[1]

Ada ist eine Stadt im Pontotoc County, Oklahoma, in den Vereinigten Staaten von Amerika. Im Jahre 2010 betrug die Einwohnerzahl 16.810. Ada ist Sitz der Regierung von Pontotoc County (Oklahoma). Ada ist auch die Hauptstadt des Volkes der Chickasaw-Indianer. Die Stadt wurde nach Ada Reed, der Tochter des ersten Postmeisters der Stadt, Jeff Reed, benannt.

Justizskandale[Bearbeiten]

Ada war in der jüngeren Vergangenheit Schauplatz zweier relativ bekannter Justizskandale.

Mordfall Debbie Carter[Bearbeiten]

In seinem Sachbuch The Innocent Man (dt. Titel: Der Gefangene) hat John Grisham den Justizskandal um Ronald Williamson und Dennis Fritz beschrieben, der in Ada vonstattengegangen war. Der psychisch kranke Ronald Williamson war zu Unrecht wegen Mordes zum Tode verurteilt worden und saß elf Jahre in der Todeszelle, bevor der Fall neu aufgerollt werden konnte und seine Unschuld bewiesen wurde. Grisham erhebt schwere Anschuldigungen gegen die damals zuständigen Ermittler und Justizorgane, die teilweise heute noch im Dienst sind.

Williamson und Fritz erstritten nach ihrer Rehabilitierung in einem zivilen Rechtsstreit gegen die Stadt Ada Schadensersatzzahlungen in Millionenhöhe. Seitdem wurde bereits zweimal die Grundsteuer erhöht, um die fälligen Zahlungen leisten zu können.

Mordfall Denice Haraway[Bearbeiten]

Auch in diesem Fall wurden zwei junge Männer, Tom Wards und Karl Fontenot, zunächst zum Tode verurteilt, obwohl die Beweislage äußerst fragwürdig war. Die beiden Beschuldigten hatten den Ermittlern erzählt, sie hätten davon geträumt, die Tat begangen zu haben. Dies wurde dann im Prozess als volles Geständnis der Tat gewertet (sogenannte "dream confessions"). Weiterhin hatten die Ermittlungsbehörden bis zum Prozess nicht die Leiche des Opfers finden können (das amerikanische Recht erlaubt den Nachweis eines Tötungsdeliktes allerdings in manchen Fällen auch bei Nichtvorhandensein einer Leiche).

In späteren Berufungsverfahren wurden die Todesurteile aufgehoben, beide Verurteilten verbüßen jetzt lebenslange Freiheitsstrafen ohne die Möglichkeit einer vorzeitigen Erlassung.

Der Fall wurde von dem New Yorker Journalisten Robert Mayer in dem Buch "The Dreams of Ada" aufgearbeitet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bekannte Persönlichkeiten aus Ada[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ada, Oklahoma – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. McCortney wird Bürgermeister