Adam Christian Thebesius

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Adam Christian Thebesius

Adam Christian Thebesius (* 12. Januar 1686, in Sandewalde bei Guhrau, Herzogtum Glogau; heute Wąsosz-Lechitów[1]; † 10. November 1732 in Hirschberg) war ein deutscher Anatom.

Leben[Bearbeiten]

Thebesius wurde 1686 in Sandewalde geboren. Er studierte Medizin an den Universitäten Jena, Leipzig und Leiden, wo er 1708 zum Doktor der Medizin promovierte. Ab 1709 praktizierte er in Hirschberg. Ab 1715 war er Stadtphysikus in Hirschberg und medizinischer Berater in Bad Warmbrunn.

Bekannt wurde Thebesius mit seiner Forschung um die Herzkranzgefäßzirkulation. Diese fasste er in seiner Dissertation „De circulo sangunis in corde“ (Über die Zirkulation des Blutes im Herzen) zusammen. Darin beschrieb er, dass die Herzkranzgefäßvenen direkt in die Herzkammern führen. Diese venae cordis minimae werden nach ihm auch als „Thebesius Venen“ und der Drainagepfad als „Thebesisches System“ bezeichnet. Die foramina venarum minimarum sind auch unter der Bezeichnung „Thebesische Foramina“ (oder nach Raymond Vieussens Vieussens foramina) bekannt, und die Klappe des Koronarsinus als „Thebesische Klappe“.

Literatur[Bearbeiten]

  • Biographisches Lexikon der hervorragenden Ärzte aller Zeiten und Völker, herausgegeben von August Hirsch, W. Haberling, F. Hübotter und H. Vierordt. Band 5, Zweite Auflage, Berlin 1934, S. 543.
  • Andreas Mettenleiter: Adam Christian Thebesius (1686-1732) and the discovery of the Vasa Cordis Minima. Sudhoffs Archiv; Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte. Beihefte (Germany) (47): 3-580.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lechitów nach Hugo Weczerka (Hrsg.): Handbuch der historischen Stätten. Schlesien. Kröner, Stuttgart 1977, ISBN 3-520-31601-3, S. 468f.