Adolf Holl
Adolf Holl (* 13. Mai 1930 in Wien) ist ein österreichischer Theologe, Religionssoziologe und Autor.
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[Bearbeiten] Lebensdaten
Holl wurde 1954 zum Priester geweiht und promovierte 1955 in katholischer Theologie an der Universität Wien. In einem weiteren Studium der Philosophie, Psychologie und Geschichte promovierte er 1961. Ab 1963 war er Dozent an der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Wien.
Er war von 1954 bis 1973 Kaplan in der Pfarre St. Johann Evangelist und in der Neulerchenfelder Pfarrkirche. Sein Buch Jesus in schlechter Gesellschaft (1971) brachte ihn in Konflikt mit der katholischen Kirche. In Folge wurde ihm 1973 die Lehrberechtigung entzogen. 1976 wurde er durch den Wiener Erzbischof Kardinal König vom Priesteramt suspendiert.
Österreichweit wurde er als Diskussionsleiter der Live-Sendung Club 2 bekannt. Er ist heute als Schriftsteller und freier Publizist tätig.
[Bearbeiten] Auszeichnungen
- 1995: Preis der Stadt Wien für Geisteswissenschaften
- 2000: Ehrendoktor der Universität Klagenfurt
- 2003: Österreichischer Staatspreis für Kulturpublizistik [1]
- 2006: Axel-Corti-Preis
[Bearbeiten] Werke (Auswahl)
- als Autor
- Jesus in schlechter Gesellschaf. Kreuz-Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 978-3-7831-1816-2 (Nachdr. d. Ausg. Stuttgart 1971).
- Mystik für Anfänger. Kreuz-Verlag, Stuttgart 2003, ISBN 3-7831-2325-9 (Nachdr. d. Ausg. Reinbek 1977).
- Der letzte Christ. Franz von Assisi. Kreuz-Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-7831-1846-8 (Nachdr. d. Ausg. Reinbek 1979).
- Was ich denke. Goldmann, München 1994, ISBN 3-442-12537-5.
- Die religiöse Militanz und deren Begütigung. Ein Beitrag zum humanwissenschaftlichen Realismus (Wiener Vorlesungen im Rathaus; Bd. 48). Picus-Verlag, Wien 1996, ISBN 3-85452-348-3.
- Die linke Hand Gottes. Biographie des heiligen Geistes. List-Verlag, München 1997, ISBN 3-471-79330-5 (Rezension: Christoph Türcke in: Die Zeit vom 2. April 1998).
- Falls ich Papst werden sollte. Ein Szenario. List-Verlag, München 1998, ISBN 3-471-79383-6.
- Brief an die gottlosen Frauen. Zsolnay, Wien 2002, ISBN 3-552-05203-8.
- Weihrauch und Schwefel. Ein Monolog (Bibliothek der Unruhe und des Bewahrens; 4). Verlag Styria, Graz 2003, ISBN 3-222-12990-8.
- Der lachende Christus. Zsolnay, Wien 2005, ISBN 3-552-05342-5.
- Die unheilige Kirche. Geschlecht und Gewalt in der Religion. Kreuz-Verlag, Stuttgart 2005, ISBN 3-7831-2593-6 (früherer Titel: Im Keller des Heiligtums).
- Om und Amen. Eine universale Kulturgeschichte des Betens. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2006, ISBN 3-579-06927-6
- Wie gründe ich eine Religion. Residenz-Verlag, Salzburg 2009, ISBN 978-3-7017-1518-3.[2] [3]
- als Herausgeber
- Die Ketzer. Marix-Verlag, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-86539-120-9 (Nachdr. d. Ausg. Hamburg 1994).
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ ORF Religion Österreichischer Staatspreis für Kulturpublizistik an Adolf Holl, 9. Mai 2003
- ↑ bureau.comandantina Andrea Maria Dusl: Franz Schuh und Adolf Holl, Falter-Buch-Beilage 11/2009, 11. März 2009
- ↑ Residenz-Verlag Kurzbeschreibung zu: Wie gründe ich eine Religion, Abgerufen am 16. März 2009
[Bearbeiten] Weblinks
- Literatur von und über Adolf Holl im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Anzeiger. Die Zeitschrift für die österreichische Buchbranche 138 (2003), no. 6, p. 24-26: Gott und die Welt (Interview)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Holl, Adolf |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Theologe und Autor |
| GEBURTSDATUM | 13. Mai 1930 |
| GEBURTSORT | Wien |