Airén

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Airén
Synonyme Lairén, Aidé, Valdepeñas,Manchega – für weitere siehe Abschnitt Synonyme
Airén
Art Edle Weinrebe (Vitis vinifera subsp. vinifera)
Beerenfarbe grün
Verwendung
Herkunft Spanien
VIVC-Nr. 157
Liste von Rebsorten

Airén ist eine Weißweinsorte, die ausschließlich in Spanien angepflanzt wird. Sie heißt in Andalusien auch Lairén oder Aidé und in La Mancha wird sie meist als Valdepeñas oder Manchega bezeichnet [1][2]

Herkunft[Bearbeiten]

Spanien

Verbreitung[Bearbeiten]

Diese Rebsorte liegt mit mehr als 252.364 ha (Stand 2010) auf Rang 3 der meistangebauten Rebsorten der Welt zur Weinerzeugung. [3]. Ihre Anbaufläche ist jedoch stark im Rückgang begriffen. Ende der 1980er Jahre betrug sie noch mehr als 476.300 ha. In Bezug auf das Jahr 2000 ging die Fläche um 35% zurück. Dennoch ist noch mehr als ein Viertel der spanischen Rebfläche oder fast das Doppelte der gesamten Rebfläche Deutschlands, Österreichs und der Schweiz zusammen mit dieser Rebe bepflanzt.

Ansprüche[Bearbeiten]

Sie ist relativ anspruchslos und sehr widerstandsfähig gegen Hitze und Dürre. Damit ist sie prädestiniert für den Anbau in den heißen Klimazonen. In der La Mancha und Valdepeñas wurde sie mit außergewöhnlich großen Stockabständen, nur 1.200 bis 1.600 Stöcke pro Hektar, gepflanzt und meist in niederer Buschform erzogen. In anderen Weinbaugebieten liegt die Stockdichte bei 3.000 bis 5.000 Reben/Hektar.

Wein[Bearbeiten]

Aus der Rebsorte wird hellgelber, neutraler Wein mit einem hohen Alkoholgehalt hergestellt. Dieser wurde traditionell sowohl zur Weißwein- als auch zur Rotweinproduktion (meist in Zentralspanien), oft im Verschnitt mit dunklen Trauben, z. B. Tempranillo, zur Herstellung eines hellroten Weines verwendet. Die dabei entstandenen Weine sind oft sehr rustikal, oxidationsanfällig und von minderer Qualität. Sie dienen auch heute noch meist als Grundwein zur Destillation der spanischen Weinbrände.[1]

Erst durch moderne Kellertechnik der jüngsten Zeit, wie zum Beispiel Temperaturregelung und die damit verbundene kontrollierte Gärführung, wird Airén auch zu frischen, trockenen, schnell zu trinkenden Weißweinen vergoren. Es gibt auch Versuche mit Weinausbau in Barriquefässern. In mehrerer Hinsicht kann die spanische Traube mit der französischen Ugni Blanc verglichen werden, die zur Cognac-Herstellung verwendet wird.

Synonyme[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Ambrosi, Bernd H. E. Hill, Erika Maul, Erst H. Rühl, Joachim Schmid, Fritz Schuhmann: Farbatlas Rebsorten. 3. Auflage. Eugen Ulmer, 2011, ISBN 978-3-8001-5957-4.
  •  Jancis Robinson: Das Oxford Weinlexikon. Hallwag, Gräfe und Unzer, München 2006, ISBN 3-8338-0691-5.
  •  Pierre Galet: Dictionnaire encyclopédique des cépages. Hachette Livre, Paris 2000, ISBN 2-01-236331-8.
  •  Jancis Robinson, Julia Harding, José Vouillamoz: Wine Grapes. A complete guide to 1368 vine varieties, including their origins and flavours. 1. Auflage. ecco, 2012, ISBN 978-0-06-220636-7.
  •  Hans Jörg Böhm: Rebsortenatlas Spanien und Portugal. Geschichte, Terroir und Ampelographie. 1. Auflage. Eugen Ulmer, 2011, ISBN 978-3-8001-7682-3.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Jancis Robinson: Das Oxford Weinlexikon. 3. Auflage, Hallwag, 2007, ISBN 978-3-8338-0691-9.
  2. Hans Ambrosi, Bernd H. E. Hill, Erika Maul, Erst H. Rühl, Joachim Schmid, Fritz Schuhmann: Farbatlas Rebsorten. 3. Auflage. Eugen Ulmer, 2011, ISBN 978-3-8001-5957-4.
  3. Anderson, K. and N. R. Aryal: Database of Regional, National and Global Winegrape Bearing Areas by Variety, 2000 and 2010, Wine Economics Research Centre, University of Adelaide, December 2013 (first revision April 2014) (second revision May 2014) (third revision July 2014).