Alburgh (Vermont)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Alburgh
Alburgh (Vermont)
Alburgh
Alburgh
Lage in Vermont
Basisdaten
Gründung: 23. Februar 1781
Staat: Vereinigte Staaten
Bundesstaat: Vermont
County:

Grand Isle County

Koordinaten: 44° 57′ N, 73° 18′ W44.957882-73.29197438Koordinaten: 44° 57′ N, 73° 18′ W
Zeitzone: Eastern (UTC−5/−4)
Einwohner: 1998 (Stand: 2010)
Bevölkerungsdichte: 26,5 Einwohner je km²
Fläche: 126,4 km² (ca. 49 mi²)
davon 75,5 km² (ca. 29 mi²) Land
Höhe: 38 m
Postleitzahl: 05440
Vorwahl: +1 802
FIPS:

50-50013

GNIS-ID: 1456120
Webpräsenz: www.AlburghVT.orgVorlage:Infobox Ort in den Vereinigten Staaten/Wartung/FormatierteWebsite

Alburgh[1] (Schreibweise zwischen 1891 und 2006: Alburg) ist eine Stadt im Bundesstaat Vermont in den Vereinigten Staaten mit 1.998 Einwohnern (laut Volkszählung von 2010).[2] Es grenzt südlich an die kanadische Grenze und östlich an die Grenze zum Bundesstaat New York auf einer langgestreckten Halbinsel, die in den Lake Champlain ragt. Über Alburgh läuft die einzige Straßenverbindung zwischen Vermont und New York nördlich des Lake Champlain auf dem U.S. Highway 2. Auf dem Gebiet der town besteht eine Siedlung namens Alburgh Village mit rund 500 Einwohnern als einziger Siedlungskern.

Das Gebiet des heutigen Grand Isle County, dessen nördlichste Gemeinde Alburgh darstellt, wurde bereits etwa ab 1731 von den Franzosen von Kanada aus besiedelt, die hier eine steinerne Windmühle errichteten. Auch die Errichtung einer Missionskirche war geplant, wurde aber offenbar nicht verwirklicht. Die erste Landvergabe wurde am 3. April 1733 an Francois Foucault durchgeführt und am 6. April 1734 vom französischen König bestätigt. Diese erste Besiedlung bestand aber nur für geringe Zeit, vermutlich weniger als 10 Jahre. Die ständigen kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Franzosen und Briten in dieser Grenzregion machte das Areal für Siedler uninteressant. Trotzdem bestanden bis zur Eroberung durch die Briten, die das Gebiet in die Obhut von Henry Caldwell und dessen Sohn übergaben und 1781 ihrerseits zur Landnahme ausriefen, kontinuierlich kleine Siedlungen.[3]

Das heutige Alburgh wurde von 65 Siedlern rund um Ira Allen gekauft, nach dem Alburgh auch benannt wurde. Die Urkunde ist auf den 23. Februar 1783 datiert. Seit 1786 ist es im Kongress Vermonts durch einen Abgeordneten vertreten. Der Landstrich war allerdings umstritten; auch andere Personen nahmen das Besitzrecht für sich in Anspruch; so einige königstreue Siedler, aber auch Sir George Grant‚ der sich auf eine Überlassung durch den Herzog von York berief. Allen und seine Siedlergruppe konnten sich jedoch durchsetzen; seine konstituierende Stadtversammlung fand 1792 statt und wurde von der Verwaltung Vermonts anerkannt.[4]

Bereits ab 1796 wurden erste Fährverbindungen zu den umliegenden Inseln und Towns eingerichtet. Sie existieren zum Teil bis zum heutigen Tag.

Die erste Windmühle der Neusiedler wurde um 1800 errichtet; zuvor war die nächste Mühle in Swanton zu finden. Um 1830 kam ein dampfbetriebenes Sägewerk im Norden der Town hinzu, das aber bereits 1834 niederbrannte; ein Nachfolgebau erwies sich als unprofitabel.

Zwischen 1850 und 2004 führte eine Eisenbahnverbindung, die St. Johnsbury and Lake Champlain Railroad bzw. deren Rechtsnachfolger, auf Brücken und Dämmen von Swanton im Osten über die Missiquoi Bucht nach Alburgh und von dort aus über einen weiteren Damm nach Rouses Point im Staat New York. Die Bahndämme dienen heute dem Straßenverkehr.

Ab 1861 sandte die Gemeinde 83 ihrer Bürger in den Amerikanischen Bürgerkrieg, darunter vier Indianer und einen britischen Deserteur aus Kanada. Die Zahl der Toten und Verletzten ist nicht überliefert. [3]

Der Ort lebt in erster Linie von Landwirtschaft, aber auch der Tourismus ist verbreitet. Insbesondere in den Sommermonaten ist die Umgebung wegen ihrer großen Wasserflächen als Urlaubsgebiet beliebt. Dazu trägt ein Naturschutzgebiet an der Südspitze der Halbinsel bei, der Alburg Dunes State Park, in dem sich Dünen aus eiszeitlichen Sanden gebildet haben.

In Alburgh sind drei kirchliche Konfessionen angesiedelt: eine episkopale, eine römisch-katholische und eine unabhängige Kirchengemeinde.

In der Gemeinde ist eine Grundschule vorhanden.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1880 1890 1900 1910 1920 1930 1940 1950 1960 1970 1980 1990 2000 2010
Einwohner[5] 1.614 1.390 1.474 1.311 1.491 1.609 1.623 1.402 1.123 1.271 1.352 1.362 1.952 1.998

Umliegende Orte[Bearbeiten]

Alle Angaben als Luftlinien-Entfernungen.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

  • Barbour Lewis (1816 - 1893), Politiker und Abgeordneter des Repräsentantenhauses von Tennessee.
  • Willis Sweet (1856–1925), Politiker und Abgeordneter des Repräsentantenhauses von Idaho.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Alburgh im Geographic Names Information System des United States Geological Survey, abgerufen am 17. März 2012
  2. Einwohnerdaten aus dem US-Census von 2010 im American Factfinder
  3. a b  Abey Maria Hemenway: The Vermont Historical Gazetteer. 2. Band: Franklin, Grand Isle, Lamoille and Orange Counties, Burlington 1871, S. 487 - 517 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4.  Zadock Thompson: History of Vermont: natural, civil, and statistical, in three parts. 3. Band, George H. Salisbury, Burlington 1842, S. 3 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. Einwohnerzahl 1880–2010 lt. Volkszählungsergebnissen