St. Albans (City)

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St. Albans
Spitzname: Railroad City of Vermont
Historisches Stadtviertel in St. Albans
Historisches Stadtviertel in St. Albans
Lage in Vermont
St. Albans (Vermont)
St. Albans
St. Albans
Basisdaten
Gründung: 17. August 1763
Staat: Vereinigte Staaten
Bundesstaat: Vermont
County:

Franklin County

Koordinaten: 44° 49′ N, 73° 5′ W44.810439-73.083512121Koordinaten: 44° 49′ N, 73° 5′ W
Zeitzone: Eastern (UTC−5/−4)
Einwohner: 6918 (Stand: 2010)
Bevölkerungsdichte: 252,5 Einwohner je km²
Fläche: 40,1 km² (ca. 15 mi²)
davon 27,4 km² (ca. 11 mi²) Land
Höhe: 121 m
Postleitzahl: 05478
Vorwahl: +1 802
FIPS:

50-10675

GNIS-ID: 1462196
Webpräsenz: www.StAlbansVT.comVorlage:Infobox Ort in den Vereinigten Staaten/Wartung/FormatierteWebsite
Bürgermeister: Marty Manahan

St. Albans[1] ist eine Stadt im Bundesstaat Vermont in den Vereinigten Staaten und Verwaltungssitz (County Seat) von Franklin County. Mit 6.918 Einwohnern (laut Volkszählung des Jahres 2010)[2] ist St. Albans die weitaus größte Stadt des Countys.

Geographie[Bearbeiten]

Der Ort liegt an der Saint Albans Bay des Lake Champlain in den westlichen Ausläufern der Green Mountains, etwa 25 Kilometer südlich der kanadischen Grenze.

Geschichte[Bearbeiten]

Gegründet 1763, war St. Albans 1795 zum Verwaltungssitz des drei Jahre zuvor eingerichteten Countys ernannt worden. Durch den Waldreichtum der Gegend waren Vermont und die benachbarten Bundesstaaten zu wichtigen Holzlieferanten der florierenden Bauindustrie der USA geworden, was zu einer großen Zahl an Bahnlinien führte, die die Umgebung durchzogen. St. Albans entwickelte sich dabei zum Knotenpunkt verschiedener Bahnlinien, was dem Ort den Beinamen Railroad City of Vermont eintrug.

Am 19. Oktober 1864 kam es hier im Verlauf des amerikanischen Bürgerkriegs zum nördlichsten Kriegsereignis auf Land, als 21 geflohene Kriegsgefangene der Südstaaten gleichzeitig die drei Banken der Stadt überfielen, 208.000 US$ erbeuteten, Panik verbreiteten und dann über die nahe kanadische Grenze flohen, wo sie verhaftet wurden. Ziel der Aktion war es, die Nordstaaten zu zwingen, ihre Nordgrenze zu schützen und dadurch die Kräfte im Süden zu schwächen; eine Verschlechterung der Beziehungen der Nordstaaten zur neutralen britischen Kolonie Kanada mit möglichen Kriegsfolgen wurde ebenso erhofft. Der Vorfall, bei dem ein Einwohner St. Albans starb und ein weiterer verletzt wurde, ging als St. Albans Raid in die Geschichtsbücher ein.[3] Es gab, entgegen der ursprünglichen Planung der Konföderierten, keine weiteren Vorfälle dieser Art; der Überfall blieb ohne militärische Folgen.

1902 wurde St. Albans zur Stadt erhoben.

Religion und öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Im Ort gibt es acht Kirchengemeinden: je zwei römisch-katholische und methodistische, je eine der Episkopalen, der Nazarener, der Assemblies of God und der United Church of Christ.

Zusätzlich verfügt St. Albans über mehrere Grundschulen, eine Middleschool, eine Highschool und eine technische Berufsschule. Eine öffentliche Bücherei und das Museum der Historischen Gesellschaft der Stadt ergänzen das Bildungsangebot. Das Kreiskrankenhaus ist ebenfalls im Ort angesiedelt. Außerdem erscheint eine Tageszeitung im Ort, der St. Albans Messenger.

Verkehr[Bearbeiten]

St. Albans ist über einen Zubringer an den U.S. Highway 7 angeschlossen; auch der Interstate 89 verläuft am Ortsrand. Zusätzlich ist es der nördliche Endpunkt einer Schnellbahnverbindung („The Vermonter“) der Amtrak bis Philadelphia. Der nächste Flughafen ist der etwa zwanzig Kilometer nördlich gelegene Franklin County State Airport.

Von 1901 bis 1921 hatte St. Albans einen Straßenbahnbetrieb.

Umliegende Gemeinden[Bearbeiten]

Im Norden der Stadt findet sich als nächste größere Siedlung Swanton in etwa zwölf Kilometern Entfernung; zehn Kilometer im Süden liegt Georgia. Im Osten finden sich die Siedlungen Fairfax (17 km nordöstlich) und Fairfield (12 km östlich). Die westlich gelegenen Ortschaften North Hero (rund 15 Kilometer entfernt) und Grand Isle (ca. 20 km) befinden sich bereits im benachbarten Grand Isle County.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

  • J. Gregory Smith (1818–1891) Amerikanischer Politiker und Gouverneur von Vermont.
  • Edward Curtis Smith (1856–1935) Amerikanischer Politiker und Gouverneur von Vermont.
  • Eugene Foss (1858–1935) Amerikanischer Politiker und Gouverneur von Massachusetts
  • Frank L. Greene (1870–1930) Amerikanischer Politiker und Kongressabgeordneter.
  • John LeClair (*1965) Amerikanischer Eishockeyspieler.

Bilder[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. St. Albans City im Geographic Names Information System des United States Geological Survey, abgerufen am 17. März 2012
  2. Einwohnerdaten aus dem US-Census von 2010 im American Factfinder
  3. Daniel S. Rush & E. Galle Petit, The St. Albans Raiders, Blue & Gray Educ Soc (2008)