Ali Ghito

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Ali Ghito, geborene Adelheid Schnabel-Fürbringer, geschiedene Schlag, geschiedene Schmidt-Barden (* 11. Januar 1905 in Zeulsdorf; † unbekannt) war eine deutsche Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten]

Die gebürtige Thüringerin verließ 16-jährig eine Klosterschule, um Schauspielunterricht bei dem bekannten Tanz- und Schauspiellehrer Rudolf Laban von Varalya zu nehmen und ließ sich überdies als Sängerin (Stimmlage: Mezzosopran) ausbilden. Nebenbei studierte Ali Ghito auch noch Medizin und Psychologie bis zum Physikum. Sie heiratete einen Architekten namens Schlag [1] und hatte eine Tochter, die zu Kriegsende 1945 19 Jahre alt war.[2]

Während ihrer Studienzeit trat sie in verschiedenartigen Stücken wie Brechts Die Dreigroschenoper und Shakespeares Was ihr wollt auf. Schließlich ging die hellblonde Nachwuchsmimin nach Berlin und ließ sich vom Stummfilmstar Asta Nielsen fortbilden. Das erste feste Theaterengagement führte Ali Ghito 1930 nach Stendal, Verpflichtungen in der Hauptstadt folgten. Vorzugsweise belegte Ali Ghito das Fach der Salondame.

In der deutschen Hauptstadt startete die 26-jährige Künstlerin 1931 mit einem winzigen Auftritt in einem Reinhold Schünzel-Film eine Karriere, die mit dem Zweiten Weltkrieg endete. Eine Hauptrolle war ihr erstmals in ihrem zweiten Film beschieden, dort spielte Ali Ghito eines der Acht Mädels im Boot. Von 1934 bis 1936 hielt sie sich im Ausland auf. Wegen mangelnder Filmangebote arbeitete Ali Ghito während des 2. Weltkriegs größtenteils als Krankenschwester sowie als Dolmetscherin beim Oberkommando der Wehrmacht.

In den 1940er Jahren war sie mit dem Direktor der Dresdner Bank Schmidt-Barden verheiratet, von dem sie ebenfalls geschieden wurde.[3] Mit Kriegsende 1945 zog sich Ali Ghito von der Schauspielerei zurück. Im Dezember 1946 heiratete sie den Schriftsteller Hans Habe, der fast gleichzeitig ein Verhältnis mit der Filmschauspielerin Eloise Hardt begann. Die Ehe wurde daher schnell zu einem Ehekrieg. Habe ließ sich 1948 in Mexiko scheiden und heiratete Eloise Hardt. Da die Scheidung nicht rechtskräftig war, klagte ihn Ali Ghito der Bigamie an und ließ kompromittierende Einzelheiten über ihre Ehe im Stern veröffentlichen. Erst 1953 wurde ihre Ehe rechtskräftig geschieden. Danach verschwand Ali Ghito aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit.

Filmografie[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Der Spiegel 22/1952, Titelgeschichte Hans Habe, http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-21976974.html
  2. Hermine Adelheid Mayr: Hans Habe als Kolumnist der Zeitungen des Axel Springer Verlages, Diplomarbeit, Wien 2009, S.31
  3. Hermine Adelheid Mayr: Hans Habe als Kolumnist der Zeitungen des Axel Springer Verlages, Diplomarbeit, Wien 2009, S.30

Weblinks[Bearbeiten]