Almdudler

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Wo steht das alkoholische Mischgetränk?

Almdudler ist heute eine österreichische Limonade mit Kräuterextrakten, früher wurde jedoch mit diesem Begriff ein Mischgetränk aus Wein und Limonade bezeichnet.

Geschichte[Bearbeiten]

Flasche und Glas mit Almdudler

Als Almdudler wurde früher eine Mischung aus Wein und „Kracherl“ (Limonade) bezeichnet.

Im Oktober 1957 begann der Wiener Sodawasser- und Limonadenhersteller Erwin Klein (1924–1983) in der Weißgasse 3 im 17. Wiener Gemeindebezirk mit der Herstellung einer Kräuter-Limonade. Am Rezept dafür hatte er drei Jahre lang gearbeitet.[1] Dieses Getränk hieß damals „Almdudler-Limonade“ und es wurde auf der 0,35-l-Flasche darauf hingewiesen, dass man diesen Inhalt mit 1/8 Liter Wein mischen möge, um Almdudler herzustellen. Auch wurde seinerzeit in der Werbung auf die besonders gute Mischfähigkeit mit Wein hingewiesen.

In weiterer Folge erteilte Klein 350 anderen Abfüllern gegen Zahlung von Lizenzgebühren das Recht Almdudler zu produzieren, lagerte auch den Verkauf über Gastronomie und Handel an Vertriebspartner aus und konzentrierte sich auf Marketing und Werbung.[2][3]

Die "Almdudler Limonade" A. & S. Klein GmbH & Co KG ist Franchisegeber der Almdudler Limonade. Bis 1973 wurde die eigene Produktion von Sodawasser und Limonaden durchgeführt, seit 1973 fungiert das Unternehmen nur noch als Lizenzgeber. Neben Abfüllern in Österreich gibt es auch Abfüller in Deutschland, Belgien und der Schweiz.[4]

Nach einer Firmeninformation leitet sich der Name Almdudler von der Redewendung „auf der Alm dudeln“ (der Dudler ist die Wiener Form des Jodlers) ab und ist geschmacklich inspiriert von der Kräuterwelt der Alpen.[5]

Nach dem plötzlichen Tod von Erwin Klein im Jahre 1983 übernahm dessen Sohn Thomas Klein (* 1963) die Leitung der Firma.[6] Im Jahr 1986 entstand der Werbeslogan Wenn die kan Almdudler hab'n, geh i wieder ham. Im Jahr 2004 hat sich Thomas Klein aus gesundheitlichen Gründen von der Geschäftsführung zurückgezogen und ist seither Vorsitzender des Aufsichtsrates.[7] Die Geschäftsführung der Almdudler-Limonade A. & S. Klein GmbH & Co KG übertrug er 2004 an Gerhard Schilling, nach Beendigung ihres Wirtschaftsstudiums soll die Tochter von Thomas Klein, Lara Klein, den Familienbetrieb übernehmen.[8]

Verkauft wurde Almdudler ausschließlich in der original Formflasche mit dem „Almdudler-Trachtpärchen“, ursprünglich nur in einer Größe. Mittlerweile ist es in unterschiedlichen Flaschengrößen (aus Glas und PET) von 0,2 bis 2,0 l im Handel sowie in 0,33-l-Dosen erhältlich. In der Gastronomie werden nach wie vor die traditionellen 0,35-l-Glasflaschen in Österreich und 0,25-l-Glasflaschen in Deutschland mit schlichtem Keramikdruck, auf deren Kronkorken die Zutaten und das Mindesthaltbarkeitsdatum aufgedruckt sind, angeboten. Werbung und breit gestreutes Sponsoring haben es zu einem der bekanntesten österreichischen Markengetränke gemacht.

Almdudler wird in Österreich von der Coca-Cola HBC[9] und Vöslauer abgefüllt[10], während seit 2009 in Deutschland der Alleinvertrieb des Produkts über den in Paderborn ansässigen Partner MBG International Premium Brands (früher Miller Brands Germany GmbH) erfolgt.[11]

Verwendung als Mischung[Bearbeiten]

Almdudler wird sowohl pur (rotes Etikett) als auch gemischt mit verschiedenen anderen Getränken getrunken:

  • Mit Bier gemischt wird es als Almradler oder Radler bezeichnet und ist in Österreich inzwischen auch als fertiges Mixgetränk erhältlich.
  • Mischungen mit Rotwein oder Weißwein werden Almdudler Rot bzw. Almdudler Weiß, Süßer Gespritzter, süße Mischung, Almspritzer, Liftler oder Tiroler genannt.
  • Besonders während der Sommermonate ist auch eine Mischung aus etwa gleichen Teilen Almdudler und kohlensäurehaltigem Wasser beliebt. Als „Almdudler g’spritzt“ wurde es später auch als fertiges Getränk auf den Markt gebracht (gelbes Etikett).

Almdudler besteht aus Wasser, Zucker, natürlichen Aromen (Kräuterextrakte), dem Säuerungsmittel Zitronensäure, Kohlensäure und dem Farbstoff Zuckercouleur. Der Brennwert von 100 ml Almdudler beträgt 149 kJ bzw. 35 kcal. Es existiert neben den oben genannten auch eine zuckerfreie – (blaues Etikett), eine kohlensäurelose „Still“ sowie eine mit Wasser verdünnte „G’spritzt“-Variante (gelbes Etikett).

Erfolg von Almdudler[Bearbeiten]

Heute kennen 99 Prozent (Quelle: Spectra Marktforschung 2005) aller Österreicher die Kräuterlimonade.

Almdudler belegte bei der größten Markenstudie Österreichs Platz 7. Der sogenannte Brand Asset Valuator der Agentur Young&Rubicam misst den Markenwert aus Konsumentensicht und die 2000 Befragten wählten Almdudler als einzige österreichische Getränkemarke unter die Top 10.

Pro Jahr werden über 80 Millionen Liter Almdudler produziert; 14 Prozent (Stand 2010) bzw. 20 Prozent (Stand 2014) des Gesamtabsatzes werden in Auslandsmärkten abgefüllt und vertrieben.[5][12]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Almdudler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wiener Zeitung: Eine Flasche Heimat - Erwin Klein kreierte mit der Kräuterlimonade "Almdudler" eine identitätsstiftende Österreich-Marke.. Artikel vom 5. August 2006, abgerufen am 20. Dezember 2014.
  2. format.at - Ein starkes Pärchen - Österreichs Kult-Kräuterlimo Almdudler will zum 50. Geburtstag noch einmal groß rauskommen und setzt auf Internationalisierung. Artikel vom 21. Juni 2007, abgerufen am 20. Dezember 2014.
  3. Wirtschaftsblatt - Almdudler ist Wiens bestes Familienunternehmen. Artikel vom 22. Mai 2007, abgerufen am 20. Dezember 2014.
  4. firmenabc.at - "Almdudler-Limonade" A. & S. Klein GmbH & Co KG. Abgerufen am 21. Dezember 2014.
  5. a b Almdudler - das Unternehmen und seine Geschichte. Artikel vom Mai 2014, abgerufen am 21. Dezember 2014.
  6. Kurzbiographie von Thomas Klein. Abgerufen am 20. Dezember 2014.
  7. diepresse.com - Thomas Klein: Die Marketing-Coups des Mr. Almdudler Artikel vom 28. September 2012, abgerufen am 20. Dezember 2014.
  8. news.at - Millionen-Erbin - Die Almdudlerin - Lara Klein wird das Millionen-Imperium Almdudler übernehmen. Artikel vom 26. September 2014, abgerufen am 20. Dezember 2014.
  9. http://wirtschaftsblatt.at/home/nachrichten/oesterreich/wien/1422465/Almdudler-tauscht-Abfuller-aus
  10. http://noe.orf.at/stories/419240/
  11. http://www.presseportal.de/pm/73498/1297078/almdudler-offensive-in-deutschland
  12. karriere.de - Almdudler: Der Kräuterzwerg aus den Bergen. Artikel vom 17. Juni 2010, abgerufen am 21. Dezember 2014.