Almdudler

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Der Almdudler-Schriftzug ist eine eingetragene Wort-Bild-Marke

Almdudler ist heute eine österreichische Limonade mit Kräuterextrakten, früher wurde jedoch mit diesem Begriff ein Mischgetränk aus Wein und Limonade bezeichnet.

Geschichte[Bearbeiten]

Flasche und Glas mit Almdudler

Als Almdudler wurde früher eine Mischung aus Wein und „Kracherl“ (Limonade) bezeichnet. Im Jahre 1957[1] hatte der Wiener Sodawasser- und Limonadenhersteller Erwin Klein die Idee, eine spezielle Limonade zur Bereitung von Almdudler herzustellen. Dieses Getränk hieß damals „Almdudler-Limonade“ und es wurde auf der 0,35-l-Flasche darauf hingewiesen, dass man diesen Inhalt mit 1/8 Liter Wein mischen möge, um Almdudler herzustellen. Auch wurde seinerzeit in der Werbung auf die besonders gute Mischfähigkeit mit Wein hingewiesen.

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Wo steht das alkoholische Mischgetränk?

Da die Herleitung dieses Namens heute weitgehend unbekannt ist, entwickelte man durch gezieltes Marketing aus der Bezeichnung für ein ursprünglich alkoholisches Mischgetränk den Markennamen für eine alkoholfreie Limonade. Diese wird heute von Almdudler Limonade, A. & S. Klein GmbH & Co KG hergestellt. Seit 1994 vergibt das Stammhaus in Wien erstmals auch Lizenzen für die Produktion im Ausland, wobei sich zwei Produktionsstätten davon in Deutschland befinden.

Verkauft wurde Almdudler ausschließlich in der original Formflasche mit dem „Almdudler-Trachtpärchen“, ursprünglich nur in einer Größe. Mittlerweile ist es in unterschiedlichen Flaschengrößen (aus Glas und PET) von 0,2 bis 2,0 l im Handel sowie in 0,33-l-Dosen erhältlich. In der Gastronomie werden nach wie vor die traditionellen 0,35-l-Glasflaschen in Österreich und 0,25-l-Glasflaschen in Deutschland mit schlichtem Keramikdruck, auf deren Kronkorken die Zutaten und das Mindesthaltbarkeitsdatum aufgedruckt sind, angeboten. Werbung und breit gestreutes Sponsoring haben es zu einem der bekanntesten österreichischen Markengetränke gemacht. Bekannt sind auch die Werbesprüche, wie: … wenn die kan Almdudler hab'n, geh’ i wieder ham!.

Verwendung als Mischung[Bearbeiten]

Almdudler wird sowohl pur (rotes Etikett) als auch gemischt mit verschiedenen anderen Getränken getrunken:

  • Mit Bier gemischt wird es als Almradler oder Radler bezeichnet und ist in Österreich inzwischen auch als fertiges Mixgetränk erhältlich.
  • Mischungen mit Rotwein oder Weißwein werden Almdudler Rot bzw. Almdudler Weiß, Süßer Gespritzter, süße Mischung, Almspritzer, Liftler oder Tiroler genannt.
  • Besonders während der Sommermonate ist auch eine Mischung aus etwa gleichen Teilen Almdudler und kohlensäurehaltigem Wasser beliebt. Als „Almdudler g’spritzt“ wurde es später auch als fertiges Getränk auf den Markt gebracht (gelbes Etikett).

Almdudler besteht aus Wasser, Zucker, natürlichen Aromen (Kräuterextrakte), dem Säuerungsmittel Zitronensäure, Kohlensäure und dem Farbstoff Zuckercouleur. Der Brennwert von 100 ml Almdudler beträgt 149 kJ bzw. 35 kcal. Es existiert neben den oben genannten auch eine zuckerfreie – (blaues Etikett), eine kohlensäurelose „Still“ – sowie eine mit Wasser verdünnte „G’spritzt“-Variante (gelbes Etikett).

Almdudler wird in Österreich von der Coca-Cola Company und Vöslauer abgefüllt[2], während seit 2009 in Deutschland der Alleinvertrieb des Produkts über den in Paderborn ansässigen Partner MBG International Premium Brands (früher Miller Brands Germany GmbH) erfolgt.[3]

Erfolg von Almdudler[Bearbeiten]

Heute kennen 99 Prozent (Quelle: Spectra Marktforschung 2005) aller Österreicher die Kräuterlimonade.

Almdudler belegte bei der größten Markenstudie Österreichs Platz 7. Der sogenannte Brand Asset Valuator der Agentur Young&Rubicam misst den Markenwert aus Konsumentensicht und die 2000 Befragten wählten Almdudler als einzige österreichische Getränkemarke unter die Top 10.

Pro Jahr werden über 80 Millionen Liter Almdudler produziert; 14 Prozent des Gesamtabsatzes werden in Auslandsmärkten abgefüllt und vertrieben. [4]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Almdudler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Anton Holzer: Eine Flasche Heimat. In: Wiener Zeitung. 5. August 2006. Abgerufen am 18. Juni 2011.
  2. http://noe.orf.at/stories/419240/
  3. http://www.presseportal.de/pm/73498/1297078/almdudler-offensive-in-deutschland
  4. http://www.karriere.de/beruf/der-kr-uterzwerg-aus-den-bergen-9976/