Aluminiumhydrid
| Kristallstruktur | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Allgemeines | |||||||
| Name | Aluminiumhydrid | ||||||
| Andere Namen |
|
||||||
| Verhältnisformel | (AlH3)x | ||||||
| CAS-Nummer | 7784-21-6 | ||||||
| Kurzbeschreibung |
farbloses Pulver[1] |
||||||
| Eigenschaften | |||||||
| Molare Masse | 30,01 g·mol−1 | ||||||
| Aggregatzustand |
fest |
||||||
| Dichte |
1,48 g·cm−3[2] |
||||||
| Schmelzpunkt | |||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||
|
|||||||
| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | |||||||
Aluminiumhydrid, Summenformel (AlH3)x, auch Alan genannt, ist ein farbloses Pulver, welches oberhalb von 100 °C in seine Bestandteile zerfällt. Aluminiumhydrid ist außerordentlich feuchtigkeits- und oxidationsempfindlich. Es verbrennt explosionsartig an Luft und kann zur Speicherung von Wasserstoff in wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen eingesetzt werden.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Eigenschaften
Von Aluminiumhydrid kennt man fünf kristalline Phasen (α, γ, δ, ζ), von denen bislang nur die Struktur der α-Phase erforscht wurde. Durch Einbau von 0,01 bis 3 Gewichtsprozent Magnesium kann die Vakuumstabilität von α-Aluminiumhydrid signifikant erhöht werden.[4] Auch kann die Beständigkeit gegenüber Hydrolyse durch Tempern erhöht werden.[5] So behandeltes α-Aluminiumhydrid wird zur Zeit intensiv als energetischer Zusatz für Raketentreibstoffe und Sprengstoffe untersucht.[6]
[Bearbeiten] Synthese
Die Darstellung von Aluminiumhydrid erfolgt zweckmäßig durch die Umsetzung von Aluminiumchlorid mit Lithiumalanat:[1]
Hierbei wird zunächst eine als Monomer anfallende Verbindung, das Etherat:
gebildet, welche sich allmählich in das hochpolymere Aluminiumhydrid umwandelt.
[Bearbeiten] Reaktionsverhalten
Aluminiumhydrid reagiert mit Wasser sehr stark unter Wasserstoff-Freisetzung gemäß:
Zusammen mit anderen Metallhydriden bildet Aluminiumhydrid Alanate
Wegen seiner Unlöslichkeit hat es als Reduktionsmittel kaum Bedeutung.[7]
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ a b Helmut Sitzmann, in: Roempp Online - Version 3.5, 2009, Georg Thieme Verlag, Stuttgart.
- ↑ a b Holleman/Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 102. Auflage, de Gruyter, Berlin 2007.
- ↑ In Bezug auf ihre Gefährlichkeit wurde die Substanz von der EU noch nicht eingestuft, eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
- ↑ N. E: Matzek, H. C. Roehrs, US Patent 3 857 922, 1975, Stabilisation of light metal hydride.
- ↑ A. N. Golubkov, RU Patent 2 175 637, Method of increasing thermal stability of aluminium hydride.
- ↑ V. Weiser, N. Eisenreich, A. Koleczko, E. Roth: On the Oxidation and Combustion of AlH3 a Potential Fuel for Rocket Propellants and Gas Generators - Weiser - 2007 - Propellants, Explosives, Pyrotechnics - Wiley Online Library
- ↑ Guttmann/Hengge, Anorganische Chemie, VCH, Weinheim, New York, Basel, Cambridge 1990.


