Amentet

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Amentet in Hieroglyphen
meistens
X1 R13 X1

Amentet
Jmnt.t
oder
R14 X1
X1
N25

oder
H6 E17 (X1 X1)
N25

Amentet oder Imentet ist eine altägyptische Totengöttin. Seit dem Alten Reich war sie die Personifikation des Totenreiches, des Westens.

Darstellung[Bearbeiten]

Sie wird seit dem Neuen Reich als Frau mit schwarzer Perücke und der Hieroglyphe
R14
(dem Zeichen für „Westen“) auf dem Kopf dargestellt, meist als Erscheinungsform der Isis oder der Hathor.

Bedeutung[Bearbeiten]

In der Mythologie der Alten Ägypter liegt das Jenseits im Westen. Daher wurden die Nekropolen vorwiegend in den westlich des Nils gelegenen Bergen angelegt. Amentet ist die Göttin des Westens schlechthin, also auch die Herrin aller im Westen liegenden Länder. Als Unterweltsgöttin empfängt sie die in die Duat eintretenden Toten.

Amentet gehört zum Gefolge des Osiris. Einen eigenen Kult für sie gab es allerdings nicht. Seit der Spätzeit wurde jedoch ihr Abbild auf den Böden der Särge angebracht.

Im Neuen Reich wird sie mehr und mehr von Hathor, die dann den Beinamen „Herrin des schönen Westens“ trägt, zurückgedrängt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Liste ägyptischer Götter

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Bonnet: Reallexikon der ägyptischen Religionsgeschichte. 3. Auflage, de Gruyter, Berlin 2000; Lizenzausgabe: Nikol, Hamburg 2000, ISBN 3-937872-08-6, S. 22-23.
  • Hosam Refai: Die Göttin des Westens in den thebanischen Gräbern des Neuen Reiches. In: Abhandlungen des Deutschen Archäologischen Instituts Kairo. (ADAIK) (= Ägyptologische Reihe, Bd. 12). Achet-Verlag, Berlin 1996, ISBN 3-9803730-2-9.
  • Richard H. Wilkinson: Die Welt der Götter im Alten Ägypten: Glaube, Macht, Mythologie. Theiss, Stuttgart 2003, ISBN 3-8062-1819-6, S. 145-146.

Siehe auch[Bearbeiten]