Amon Tobin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Amon Tobin

Amon Adonai Santos de Araujo Tobin (* 7. Februar 1972 in Rio de Janeiro) ist ein brasilianischer Musiker und DJ, der für seine Klanggebäude aus Jazz-, Samba- und Drum-and-Bass-Fragmenten bekannt ist. Auch bekannt unter den Namen Cujo, Two Fingers (ursprünglich ein Duo mit Doubleklick, inzwischen Soloprojekt) und Eskamon (ein Duo mit Eskmo).

Leben[Bearbeiten]

Der in Brasilien geborene und sich als Brasilianer verstehende Tobin kam bereits als Kind mit seiner Familie nach Großbritannien, wo er dann aufwuchs. 2003 siedelte er nach Montreal um.

Zunächst interessierte sich Tobin für Hip-Hop, Blues und Jazz. Er veröffentlichte vier EPs und ein Album unter dem Künstlernamen Cujo, bevor er 1996 mit dem Label Ninja Tune einen Plattenvertrag abschloss. Nach einer Schaffenspause von vier Jahren schloss er einen Vertrag mit Ubisoft, einem Softwarehersteller für Computerspiele. Dort komponierte er 2 Soundtracks für das Spiel Tom Clancy's Splinter Cell: Chaos Theory (veröffentlicht in den Jahren 2005 und 2011). Amon Tobin war 2006 auch am Score bzw. dem Soundtrack des Filmes Taxidermia beteiligt. Im Film 21 ist er außerdem mit dem bereits auf seinem Album erschienen Song Always vertreten. 2009 veröffentlichte er sein erstes Album unter dem Pseudonym Two Fingers.

Tobin arbeitete unter anderem mit Bonobo, Kid Koala, Mike Patton und Noisia zusammen.

Stil[Bearbeiten]

Tobins Musik basiert auf einer intensiven Nutzung von Samples, von denen er in einem einzelnen Lied bis zu 80 verwendet. Besonders häufig greift er dabei auf Hip-Hop-, Jazz- und Drum-and-Bass-Stücke zurück. Um Copyright-Problemen aus dem Weg zu gehen, benutzt er entsprechende Filter:

„Ich verwende entweder obskure Passagen, die kein Schwein interessieren, oder aber die Stellen sind so stark verfremdet, dass sie ohnehin keiner mehr erkennt.“

Amon Tobin[1]

Diskografie[Bearbeiten]

  • Adventures in Foam (1996) (unter dem Namen Cujo)
  • Bricolage (1997)
  • Permutation (1998)
  • Supermodified (2000)
  • Out From Out Where (2002)
  • Verbal Remixes & Collaborations (2003)
  • Solid Steel Presents Amon Tobin: Recorded Live (2004)
  • Chaos Theory – Splinter Cell 3 Soundtrack (2005)
  • Foley Room (2007)
  • Taxidermia EP (2008)
  • Two Fingers (2009) (unter dem Namen Two Fingers)
  • Monthly Joints Series (2010)
  • ISAM (2011)
  • Chaos Theory Remixed – Splinter Cell 3D Soundtrack (2011)
  • Stunt Rhythms (2012) (als Two Fingers)

Quellen[Bearbeiten]

  1. http://www.laut.de/Amon-Tobin

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Amon Tobin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien