Amy Beach

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Amy Marcy Beach, geb. Cheney (* 5. September 1867 in Henniker, New Hampshire; † 27. Dezember 1944 in New York City) war eine amerikanische Komponistin, Pianistin und die erste amerikanische Frau, die eine Sinfonie schrieb und so in eine damals ausgesprochene Männerdomäne einbrach.

Amy Beach (1908)

Leben[Bearbeiten]

Amy Cheney galt als Wunderkind. Es heißt, dass sie bereits mit einem Jahr 40 verschiedene Melodien singen konnte. Ein Jahr später begann sie, die zweite Stimme zu improvisieren und brachte sich selbst mit drei Jahren das Lesen bei. Auch als Komponistin pflegte sie ihre autodidaktischen Fähigkeiten: Wie man ein Orchester instrumentiert, lernte sie lediglich nach Hector Berlioz' Buch über die Instrumentationslehre. Mit vier Jahren trug sie einmal ein Klavierstück aus dem Gedächtnis vor, aber einen Halbton höher, weil das Klavier verstimmt war und sie den Originalklang wollte.

Als musikalische Vertreterin der USA auf der Weltausstellung 1893 in Chicago wurde sie in Musikerkreisen und unter den Verfechtern der Frauenemanzipation bekannt.

Nach dem Tod ihres Mannes im Jahre 1910 ging Beach auf eine dreijährige Tournee nach Europa, wo sie Konzerte mit eigenen Klavierwerken gab. 1914 kehrte sie in die USA zurück und verbrachte einige Zeit in der MacDowell Colony in Peterborough in New Hampshire. Seit den 1920er Jahren lebte sie in New York und arbeitete an der St. Bartholomew's Church in der Park Avenue in Manhattan, der größten Episcopal-Gemeinde der Stadt. Diese Position musste sie 1940 wegen einer Herzkrankheit aufgeben, an der sie 1944 verstarb.

Werk[Bearbeiten]

Ihre Klaviermusik hat gleichzeitig Anklänge an die Romantik und an die aufkeimende „Neue Musik“. 2011 wurden die Klavierwerke in einer Ausgabe von 3 CD bei Guild Records verlegt.[1] Ihre heute bekanntesten Werke sind

  • Symphonie e-Moll („The Gaelic“)
  • Konzert für Klavier und Orchester op. 45
  • Sonate a-moll für Violine und Klavier op. 34
  • Pastorale für Bläserquintett op. 151
  • Ferner verschiedene Chormusikwerke und Messe, sowie
  • Klavierwerke und andere Kammermusik.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. Einsiedlerdrossels Gesang in: FAZ vom 14. Juli 2011, Seite 30