André Vingt-Trois

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Erzbischof André Vingt-Trois
Wappen des Kardinals

André Armand Kardinal Vingt-Trois (* 7. November 1942 in Paris, Frankreich) ist Erzbischof von Paris.

Leben[Bearbeiten]

André Vingt-Trois wurde als Kind von Armand Vingt-Trois und seiner Frau Paulette Vuillamy im 5. Pariser Arrondissement geboren. Nach seiner Schulzeit am Lycée Henri IV studierte er ab 1962 Katholische Theologie und Philosophie am Priesterseminar Saint-Sulpice in Issy-les-Moulineaux. Sein Studium musste er durch seinen Wehrdienst, bei dem er in der Bundesrepublik Deutschland stationiert war, von 1964 bis 1965 unterbrechen. Er schloss es mit dem theologischen Lizentiat am Institut catholique de Paris ab.

Am 28. Juni 1969 empfing er durch François Kardinal Marty das Sakrament der Priesterweihe. Anschließend war er Kaplan in der Pfarrei Sainte-Jeanne de Chantal im 16. Pariser Arrondissement. 1974 wurde er zum Direktor des Seminars Saint-Sulpice ernannt und unterrichtete dort zudem Moraltheologie und Sakramententheologie.

Nach der Ernennung von Jean-Marie Lustiger zum Pariser Erzbischof im Jahre 1981 ernannte ihn dieser zum Generalvikar der Erzdiözese. Papst Johannes Paul II. ernannte ihn am 25. Juni 1988 zum Titularbischof von Thibilis und bestellte ihn zum Weihbischof in Paris. Die Bischofsweihe empfing er am 14. Oktober desselben Jahres durch Jean-Marie Kardinal Lustiger. Sein Bischofsmotto "Denn so hat Gott die Welt geliebt" entnahm er dem Johannesevangelium (Joh 3,16 EU).

Am 21. April 1999 wurde er zum Erzbischof von Tours und am 11. Februar 2005 als Nachfolger von Jean-Marie Kardinal Lustiger zum Erzbischof von Paris ernannt. Die feierliche Amtsübernahme erfolge durch die Inthronisation am 5. März desselben Jahres in der Kathedrale Notre Dame de Paris. Darüber hinaus wurde er am 14. März 2005 zum Ordinarius für die Gläubigen des byzantinischen Ritus in Frankreich ernannt.

Vingt-Trois wurde am 5. November 2007 in Lourdes zum Präsidenten der Französischen Bischofskonferenz gewählt.

Am 24. November 2007 nahm ihn Benedikt XVI. als Kardinalpriester mit der Titelkirche San Luigi dei Francesi in das Kardinalskollegium auf.

2012 wurde André Vingt-Trois in den Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem investiert.[1]

Überdiözesane Aufgaben[Bearbeiten]

Römische Kurie[Bearbeiten]

Französische Bischofskonferenz[Bearbeiten]

  • 1988–1997 Mitglied des ständigen Komitees für Information und Kommunikation
  • 1997–1999 Mitglied des ständigen Komitees für ökonomische Angelegenheiten
  • 1998–2005 Vorsitzender der Kommission für Familien
  • 2007–2013 Präsident der Französischen Bischofskonferenz

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: André Vingt-Trois – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mgr Minnerath Grand Prieur de l'Ordre du Saint Sépulcre de Jérusalem, Riposte Catholique, 12. Dezember 2012 (französisch)
  2. Nomina di Membro della Congregazione per il Clero, in: Presseamt des Heiligen Stuhls: Tägliches Bulletin vom 2. Februar 2010.
  3. Nomine nell’ambito della Seconda Assemblea Speciale per l’Africa del Sinodo dei Vescovi, in: Presseamt des Heiligen Stuhls: Tägliches Bulletin vom 23. September 2009.
Vorgänger Amt Nachfolger
Jean-Marie Kardinal Lustiger Erzbischof von Paris
seit 2005
Jean-Pierre Kardinal Ricard Präsident der Französischen Bischofskonferenz
2007–2013
Georges Pontier
Michel Moutel PSS Erzbischof von Tours
1999–2005
Bernard-Nicolas Aubertin OCist