Erzbistum Tours

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Erzbistum Tours
Karte Erzbistum Tours
Basisdaten
Staat Frankreich
Kirchenprovinz Tours
Diözesanbischof Bernard-Nicolas Aubertin OCist
Generalvikar François Fremin du Sartel
Fläche 6.158 km²
Pfarreien 76 (31.12.2007 / AP2008)
Einwohner 569.000 (31.12.2007 / AP2008)
Katholiken 442.740 (31.12.2007 / AP2008)
Anteil 77,8 %
Diözesanpriester 125 (31.12.2007 / AP2008)
Ordenspriester 18 (31.12.2007 / AP2008)
Ständige Diakone 20 (31.12.2007 / AP2008)
Katholiken je Priester 3.096
Ordensbrüder 23 (31.12.2007 / AP2008)
Ordensschwestern 399 (31.12.2007 / AP2008)
Ritus Römischer Ritus
Liturgiesprache Französisch
Kathedrale Kathedrale St. Gatianus
Website catholique-tours.cef.fr
Suffraganbistümer Erzbistum Bourges
Bistum Blois
Bistum Chartres
Bistum Orléans
Kirchenprovinz
Karte der Kirchenprovinz Tours

Kirchenprovinz Tours

Das Erzbistum Tours (lateinisch Archidioecesis Turonensis) ist ein im Zentrum Frankreichs gelegenes Erzbistum der römisch-katholischen Kirche. Sitz ist Tours.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Kathedrale von Tours, geweiht dem Heiligen Gatianus

Seit dem 3. Jahrhundert ist Tours Bischofssitz. Der Heilige Gatianus wird als erster Bischof von Tours genannt, die Bischofskirche stammte aus dem Jahr 388. Der Heilige Martin, im Jahr 372 zum dritten Bischof von Tours geweiht, ließ die Gebeine des Heiligen Gatianus in diese Kirche überführen. Tours wurde im 5. Jahrhundert zum Erzbistum erhoben. Die Grabstätte des Heiligen Martin wurde seit der Merowingerzeit ebenfalls ein beliebtes Pilgerziel. Im 6. Jahrhundert schrieb Bischof Gregor von Tours die Geschichte der Franken in seiner Historia Francorum. Er war es auch, der 590 die neue Bischofskirche weihte. Im frühen 12. Jahrhundert entstand eine dritte, romanische Bischofskirche, die aber bereits 1166 ausbrannte. Sie wurde zwar notdürftig restauriert, aber um 1220/1230 wurde mit dem Bau einer neuen Kathedrale begonnen, die über den Vorgängerbauten errichtet wurde. Um 1280 wurden der Chor und die Apsis unter der Leitung von Étienne de Mortagne vollendet, doch schon 1267 waren feierlich die Reliquien des heiligen Mauritius und seiner Gefährten in die Kirche übertragen worden. 1465 wurde der Bau eingewölbt. Der Nord- und Südturm wurden 1509 bzw. 1507 fertiggestellt.

Ein bekannter Erzbischof der frühen Neuzeit war Alessandro Farnese, der gleichzeitig mehrere Bischofsämter innehatte. 1795 wurde während der Französischen Revolution das Bischofsamt nicht besetzt. Erst nach dem Konkordat von 1802 wirkte mit Jean de Dieu Raymond de Boisgelin wieder ein Erzbischof. Aktueller Bischof ist seit seiner Ernennung 2005 Bernard-Nicolas Aubertin.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]