Angelika Zahrnt
Angelika Zahrnt (* 26. Juni 1944 in Köslin) ist eine deutsche Naturschützerin. Von 1998 bis 2007 war sie Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz in Deutschland (BUND).
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Leben [Bearbeiten]
Angelika Zahrnt studierte von 1963 bis 1968 in Heidelberg, Wien und Innsbruck Volkswirtschaftslehre. 1973 promovierte sie in Heidelberg in diesem Fachbereich. Es erfolgte eine Weiterbildung zur Systemanalytikerin. Danach war sie u. a. bei der Siemens AG, der Stadtverwaltung München und der Abteilung Landesplanung in der Hessischen Staatskanzlei tätig.
In den 1970ern wurde sie Mitglied im BUND und brachte sich dort aktiv ein. So war sie z. B. von 1986 bis 1989 Sprecherin des dortigen Facharbeitskreises „Finanzen und Wirtschaft“. Ab 1990 zunächst stellvertretende Vorsitzende des BUND, trat sie 1998 schließlich die Nachfolge des langjährigen Vorsitzenden des Vereins Hubert Weinzierl an. Nachdem sie im Dezember 2007 wiederum den Vorsitz an Hubert Weiger übergeben hatte, wurde sie schon 2008 zur Ehrenvorsitzenden des BUND ernannt.
Von 2004 bis 2010 war Angelika Zahrnt als Vertreterin des BUND im ZDF-Fernsehrat und dort u. a. stellvertretende Vorsitzende. Heute ist sie Mitglied im Strategiebeirat „Sozial-ökologische Forschung“ des Projekts Forschung für nachhaltige Entwicklungen beim Bundesministerium für Bildung und Forschung, im Beirat des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft, Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) sowie Fellow am Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW). Zu den wesentlichen Initiativen der ökologischen Ökonomin zählen die beiden Nachhaltigkeitsstudien „Zukunftsfähiges Deutschland“ aus den Jahren 1996 und 2008 sowie die Ökologische Steuerreform (Ökosteuer). 2010 gab sie gemeinsam mit Irmi Seidl das wachstumskritische Buch Postwachstumsgesellschaft heraus.[1][2]
2006 erhielt Angelika Zahrnt das Bundesverdienstkreuz. 2009 war sie Preisträgerin des Umweltpreises der Bundesstiftung Umwelt.[3] Im selben Jahr wurde ihr auch der Baden-Württembergische Ehrentitel Professorin verliehen.[4]
Angelika Zahrnt ist Mutter zweier Kinder und verheiratet.
Literatur [Bearbeiten]
- Irmi Seidl und Angelika Zahrnt (Hg.): Postwachstumsgesellschaft – Konzepte für die Zukunft. Metropolis, Marburg 2010. ISBN 978-3-89518-811-4
- Irmi Seidl und Angelika Zahrnt: Abhängigkeit vom Wirtschaftswachstum als Hindernis für eine Politik in den „Limits to growth"! Perspektiven einer Postwachstumsgesellschaft. in: Woynowski, Boris et al. (Hg.): Wirtschaft ohne Wachstum?! – Notwendigkeit und Ansätze einer Wachstumswende. Reihe Arbeitsberichte des Instituts für Forstökonomie der Universität Freiburg Nr. 59/2012, Freiburg 2012. ISSN 1431-8261 online (dort S. 29 – S. 39) (ca. 20 MB; PDF)
Weblinks [Bearbeiten]
- Vorstellung auf der Seite des BUND
- Lebenslauf beim Rat für Nachhaltige Entwicklung
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Buch "Postwachstumsgesellschaft" im Katalog der deutschen Nationalbibliothek
- ↑ Eine kommentierende Übersicht hierzu erschien in Ordo 62 (2011), S. 601 - 604
- ↑ Deutsche Bundesstiftung Umwelt: Preisträger 2009
- ↑ Landesportal Baden-Württemberg: Verleihung des Ehrentitels „Professorin“ an Dr. Angelika Zahrnt (Pressemitteilung vom 11. Dezember 2009)
Bodo Manstein (1975) | Herbert Gruhl (1975–1977) | Gerhard Thielcke (1977–1983) | Hubert Weinzierl (1983–1998) | Angelika Zahrnt (1998–2007) | Hubert Weiger (seit 2007)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Zahrnt, Angelika |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche BUND-Vorsitzende |
| GEBURTSDATUM | 26. Juni 1944 |
| GEBURTSORT | Köslin |