Anna Boch

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Théo van Rysselberghe: Anna Boch, 1893

Anna Rosalie Boch (* 10. Februar 1848 in Saint-Vaast (La Louvière); † 25. Februar 1936 in Ixelles bei Brüssel) war eine belgische Malerin und Kunstmäzenin.

Leben[Bearbeiten]

Anna Boch war die älteste Tochter des Steingutfabrikanten Victor Boch (Villeroy & Boch) und die ältere Schwester des bekannten Malers Eugène Boch (1855−1941).

Anna Boch in ihrem Atelier, um 1890

Ihre ersten Zeichenstunden erhielt sie bei dem Maler Isidore Verheyden, der ihr eindringlich zur Fortsetzung des Studiums in Paris riet. In Begleitung der Mutter ging Bloch 1868 nach Paris, um sich bei Tony Robert-Fleury an der renommierten Académie Julian in Paris weiterzubilden. An der Académie zog die junge Malerin durch ihr großes zeichnerisches Talent die Aufmerksamkeit ihrer Lehrer auf sich. Um 1885 lernte sie den Maler Théo van Rysselberghe kennen. Er war Gründungsmitglied der 'Gruppe der XX' (Groupe des XX), einer Gruppe avantgardistischer Künstler, die sich für den künstlerischen Austausch zwischen Frankreich und Belgien einsetzt.

Anna Boch schuf Werke in impressionistischer, zeitweise auch in neoimpressionistischer Manier, unterhielt gute Beziehungen zu der Brüsseler Künstlergruppe »Les Vingts« und kaufte 1890 auf der Ausstellung dieser Vereinigung, bei der auch sie selbst und Eugène vertreten waren, ein in Arles gemaltes Bild van Goghs, den »Roten Weinberg«. Vermutlich tat sie dies auf Empfehlung ihres Bruders, der möglicherweise dem inzwischen Erkrankten materiell und moralisch helfen wollte. Der Sekretär der »Vingts«, Octave Maus, war ein Vetter der Geschwister Boch. Für Paul Gauguin organisierte Boch 1890 eine Benefizaktion. Anna Boch führte in Ixelles ein offenes Haus für progressive Künstler und besaß neben zwei Bildern Vincent van Goghs − denn 1891 erwarb sie ein zweites −, die sie 1907 wieder verkaufte, auch Gemälde von Gauguin, Georges Seurat, Paul Signac und von James Ensor, der in ihrem Salon verkehrte.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]