Anne de Rohan-Chabot

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Anne de Rohan-Chabot

Anne-Julie de Rohan-Chabot (* 1648; † 4. Februar 1709 in Paris), genannt Madame de Frontenay, war Fürstin von Soubise und eine Mätresse des französischen Königs Ludwig XIV.

Leben[Bearbeiten]

Anne-Julie war die Tochter von Henri Chabot und seiner Frau Marguerite, Duchesse de Rohan. Sie erhielt für die damalige Zeit eine hervorragende Erziehung und wurde am 17. April 1663 mit François de Rohan, Prince de Soubise (1630–1712) verheiratet. Aus der Ehe gingen zehn Kinder hervor.

1665 wurde sie zusammen mit ihrer Mutter nach Versailles eingeladen und dem König vorgestellt, der Gefallen an der jungen Prinzessin fand. Die Herzogin von Rohan wollte ihre Tochter vor dem Leben am Hof schützen, denn es war allgemein bekannt, dass die Gunst der offiziellen Mätresse (französisch maîtresse en titre), Louise de La Vallière, am Verblassen war. 1669 kursierten Gerüchte, dass Ludwig XIV. und Anne-Julie eine Liebesbeziehung unterhielten. Dies blieb Madame de Montespan nicht verborgen, und sie intrigierte gegen ihre Nebenbuhlerin.

Im Jahr 1673 nahm König Ludwig XIV. den Kontakt zur Princesse de Soubise wieder auf. Ihr Mann begriff sehr schnell, dass er diese Situation zu seinen Gunsten nutzen konnte. Der König zeigte sich großzügig, indem er ihn mit Auszeichnungen und Besitz auszeichnete. Im Januar 1674 kam die schwangere Anne-Julie als Ehrendame der Königin Marie-Thérèse nach Versailles. Sie gebar am 26. Juni einen Sohn, Armand-Gaston, der künftige Kardinal von Rohan und Mitglied der Académie Française. Die Liaison mit dem König endete 1675, doch sie blieb weiterhin am Hof in Anbetracht ihrer Funktion bei der Königin.

Literatur[Bearbeiten]

  • Sylvia Jurewitz-Freischmidt: Galantes Versailles. Die Mätressen am Hofe der Bourbonen. Piper, München 2006, ISBN 3-492-24494-7, S. 162–163, 174.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Anne de Rohan-Chabot – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien