Annemarie Schönherr

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Annemarie Schönherr, geb. Schmidt (* 14. August 1932 in Zörbig, Landkreis Bitterfeld; † 21. März 2013 in Potsdam) war eine deutsche Theologin und Pfarrerin. Ihre Hauptbeschäftigungsfelder lagen in den Bereichen der Theologie für Frauen und der DDR-Bürgerrechtsbewegung.

Leben[Bearbeiten]

Schönherr arbeitete nach dem Theologiestudium an der Universität Halle zuerst am Institut für neutestamentliche Forschung, ab 1961 als Pfarrerin in Halle-Gesundbrunnen. Nachdem sie 1963 den verwitweten evangelischen Pfarrer (und späteren Bischof) Albrecht Schönherr geheiratet hatte, musste sie ihr Pfarramt aufgeben und arbeitete seitdem ehrenamtlich. Von 1965 bis 1988 leitete sie die Pfarrfrauenarbeit, zuerst in Berlin-Brandenburg, dann in der gesamten DDR. Seit 1969 war sie Mitglied im Präsidium des Evangelischen Kirchentages in der DDR, von 1990 bis 1991 war sie dessen Vorsitzende. In den Folgejahren war sie Mitglied des Präsidiums des Deutschen Evangelischen Kirchentages. Von 1975 bis 1991 war Schönherr Mitglied im Kuratorium der Evangelischen Akademie Berlin-Brandenburg. In den Jahren 1981 bis 1991 war sie Vorsitzende der Evangelischen Frauenarbeit in der DDR und von 1986 bis 1994 Mitglied im Koordinierungsausschuss des Ökumenischen Forums Christlicher Frauen Europas.

Sie verfasste zahlreiche Aufsätze, vor allem zur Situation der Frauen in der Kirche und zur feministischen Theologie.

Weblinks[Bearbeiten]