Anton Nilson

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Anton Nilson

Anton Nilson (* 11. November 1887 in Norra Sandby, Schonen; † 16. August 1989 in Stockholm-Enskede) war ein schwedischer Sozialist.

1908 wurde er für einen Bombenanschlag mit einem Toten und 23 Verletzten auf das Schiff Amalthea, auf welchem britische Streikbrecher im Hafen von Malmö untergebracht waren, zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde vor der Vollstreckung jedoch in lebenslange Zwangsarbeit geändert. Der Fall erregte über Jahre vor allem in der Arbeiterbewegung großes, auch internationales, Aufsehen. Am 1. Mai 1917 konnte ein Versuch von 10.000 Arbeitern, Nilson aus dem Gefängnis in Härnösand zu befreien, nur durch einen Militäreinsatz vereitelt werden.

Im Oktober 1917 wurde Nilson begnadigt und reiste sofort nach der Oktoberrevolution nach Russland. Für die Rote Armee war er im Russischen Bürgerkrieg 1918–1920 Pilot, aber auch Berater für die zivile Luftfahrt. So engagierte er sich für die Einrichtung von Flugverbindungen nach Schweden und Ankauf von Luftfahrtmaterial aus verschiedenen europäischen Staaten. Nach dem Krieg blieb er als Mitglied der Kommunistischen Partei der Sowjetunion in der Sowjetunion. 1926, mit dem Aufkommen des Stalinismus in der Sowjetunion, kehrte er nach Schweden zurück, blieb aber im linken Parteienspektrum politisch aktiv.

Quellen[Bearbeiten]