Appingedam

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Gemeinde Appingedam
Flagge der Gemeinde Appingedam
Flagge
Wappen der Gemeinde Appingedam
Wappen
Provinz Groningen
Bürgermeister Rika Pot
Sitz der Gemeinde Appingedam
Fläche
 – Land
 – Wasser
24,62 km²
23,86 km²
0,76 km²
CBS-Code 0003
Einwohner 12.059 (1. Jan. 2014[1])
Bevölkerungsdichte 490 Einwohner/km²
Koordinaten 53° 19′ N, 6° 51′ O53.3202777777786.8583333333333Koordinaten: 53° 19′ N, 6° 51′ O
Bedeutender Verkehrsweg N33, N360
Vorwahl 0596
Postleitzahlen 9900–9949
Website www.appingedam.nl
Lage von Appingedam in den Niederlanden

Appingedam ( anhören?/i) ist eine Gemeinde und eine kleine Stadt in den Niederlanden, Provinz Groningen. Appingedam hat eine Fläche von etwa 25 km² und hatte am 1. Januar 2014 eine Einwohnerzahl von 12.059.

Lage und Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Stadt liegt wenige Kilometer südwestlich von Delfzijl an der Bahnstrecke Groningen–Delfzijl und der Fernstraße zwischen der Stadt Groningen und Delfzijl. Es liegt am Kanal Damsterdiep, der wegen der vielen Kurven eher einem Bach ähnelt und nur durch kleine Schiffe befahren werden kann.

Appingedam hat viel Kleingewerbe. Die malerische kleine Innenstadt zieht immer mehr Touristen an. Viele Einwohner sind Pendler, die in Delfzijl arbeiten. Das Rathaus befindet sich seit 1995 in einem großen ehemaligen Schulgebäude (die HBS; entsprach früher etwa einer Realschule in Deutschland).

Seit September 1989 ist die ostfriesische Stadt Aurich Partnerstadt Appingedams.

Geschichte[Bearbeiten]

Appingedam ist seit jeher der Hauptort des Gaus Fivelingo, der immer versucht hat, seine Unabhängigkeit gegenüber Groningen zu behaupten. Die Stadt existierte vermutlich schon vor dem Jahr 800, erhielt aber erst 1327 das Stadtrecht. Dieses wurde in einem Dokument festgelegt, das noch erhalten geblieben ist: der sog. „Buurbrief van de Upstalboom“. Das deutet auf starken Einfluss Ostfrieslands hin.

Im 14. Jahrhundert erlitt die Stadt einen wirtschaftlichen Rückschlag: Wassersnöte machten den Bau einer Seeschleuse (zijl, Deutsch: Siel) östlich der Stadt notwendig. Dort entwickelte sich eine neue Hafenstadt: Delfzijl. Auch das Stapelrecht, das Groningen an sich hielt, trug zur Niedergang von Appingedam bei. Dazu verstanden sich die Stadtväter auf die seltsame Kunst, in Kriegen und Konflikten immer die falsche (verlierende) Seite zu wählen. Das führte u. a. um 1500 zum gezwungenen Abriss der Stadtmauer.

Erst als im 19. Jahrhundert die Schifffahrt zu größerer Blüte kam, und eine Eisenbahn auf der Strecke Groningen – Appingedam – Delfzijl angelegt wurde, verbesserte sich die Lage. Unter anderem eine in den ganzen Niederlanden bekannte Fabrik von Schiffsmotoren (Firma Brons) siedelte sich an.

Töchter und Söhne der Gemeinde[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • die „hängenden Küchen“: Ausbauten hinter den alten Häusern, die sich über dem Damsterdiep befinden
  • das Heimatmuseum
  • die alte Kirche in der Innenstadt

Gallery[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Appingedam – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 12.04.2014Centraal Bureau voor de Statistiek, Niederlande