Arlington Road

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Filmdaten
Deutscher Titel Arlington Road
Originaltitel Arlington Road
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1999
Länge 113 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Mark Pellington
Drehbuch Ehren Kruger
Produktion Tom Gorai,
Marc Samuelson,
Peter Samuelson
Musik Angelo Badalamenti
Kamera Bobby Bukowski
Schnitt Conrad Buff IV
Besetzung

Arlington Road ist ein Psychothriller aus dem Jahr 1999 von Regisseur Mark Pellington mit Jeff Bridges und Tim Robbins in den Hauptrollen.

Handlung[Bearbeiten]

Michael Faraday ist Professor für Geschichte an der George Washington University und unterrichtet dort über Terrorismus innerhalb der USA. Nachdem seine Frau Leah, eine ehemalige FBI-Agentin, bei einem schiefgelaufenen Einsatz gegen vermeintliche Terroristen ums Leben gekommen ist, wird die Nachforschung auf diesem Gebiet für Faraday zu einer richtigen Obsession.

Als er dem Sohn des vor kurzem in die Nachbarschaft gezogenen Bauingenieurs Oliver Lang das Leben rettet, freundet er sich mit Oliver und seiner Frau Cheryl an. Das durch eine Explosion schwer verletzte Kind wurde von Faraday ins Krankenhaus gebracht, seine Verletzungen als Ergebnis eines Dummejungenstreichs mit Feuerwerkskörpern erklärt.

Faraday beginnt langsam wieder ein normales Leben zu führen und die schrecklichen Ereignisse mit seiner Frau zu vergessen. Dabei helfen ihm auch seine neue Freundin Brooke und sein eigener Sohn Grant.

Doch Faraday beginnt stutzig zu werden, als er im Haus von Oliver Baupläne findet, die offensichtlich nichts mit seinen beruflichen Projekten zu tun haben. Als Nächstes erhält Faraday zufällig einen an Oliver adressierten Brief von der University of Pennsylvania, obwohl ihm Oliver erzählte, er hätte die Kansas State University besucht. Als er eigene Nachforschungen anstellt, findet er heraus, dass Oliver Lang an der Universität von Kansas eigentlich William Fenimore hieß. Faraday versucht zudem weitere Informationen vom FBI-Agenten und ehemaligen Kollegen seiner Frau Whit Carver zu erhalten.

Als Faradays Freundin Brooke bei einem Autounfall stirbt und er später bemerkt, dass ihn Anrufe nicht erreicht haben, zieht er eine Verbindung zu Oliver Lang und seinen Machenschaften.

Am Ende stellen sich Faradays Befürchtungen als wahr heraus. Als er dies begreift, ist es jedoch zu spät, und er stirbt bei einem von Oliver verübten Bombenanschlag auf das J. Edgar Hoover Building – das Hauptquartier des FBI.

Oliver jedoch hat das Ganze so geschickt inszeniert, dass es aussieht, als ob Faraday selbst den Bombenanschlag als Selbstmordattentäter ausgeführt habe. Dazu passt, dass in den Medien Studenten und Kollegen das Verhalten von Faraday in den Wochen vor dem Attentat als sehr verändert und auffällig beschreiben – der tatsächliche Grund für sein ungewöhnliches Verhalten lag allerdings in seinen Ermittlungen und der Jagd nach dem echten Attentäter. Zudem hatte Faraday durch den Tod seiner Frau im Dienste des FBI anscheinend auch ein Motiv für einen Anschlag auf das FBI. Somit wird Faraday unzweifelhaft als rachsüchtiger Terrorist und verwirrter Einzeltäter in die Geschichte eingehen.

Faradays zehnjähriger Sohn Grant wird am Ende zu Verwandten gebracht, bei denen er von nun an in der Gewissheit leben muss, dass sein Vater ein Terrorist war. Vor dem Haus des tatsächlichen Attentäters Oliver Lang sieht man ein Schild, dass es zu verkaufen ist – er zieht mit seiner Familie an einen anderen Ort.

Hintergrund[Bearbeiten]

  • Zwei im Film vorkommende Handlungsaspekte weisen große Ähnlichkeiten mit realen Ereignissen auf: Der im Film geschilderte Fall von Copper Creek, bei dem Faradays Frau während einer Schießerei zwischen FBI-Beamten und einer abgelegen wohnenden Familie ums Leben kam, erinnert an Ruby Ridge in Idaho aus dem Jahr 1992. Der im Film geschilderte Bombenanschlag auf die Steuerbehörde in St. Louis weist Parallelen zum Bombenanschlag auf das Murrah Federal Building in Oklahoma City aus dem Jahr 1995 auf.
  • Die Dreharbeiten fanden vom 2. Februar 1998 bis 21. April 1998 in Houston und Washington, D.C. statt.[1]
  • Die Produktionskosten wurden auf rund 31 Millionen US-Dollar geschätzt. Der Film spielte in den Kinos weltweit rund 41 Millionen US-Dollar ein, davon rund 25 Millionen US-Dollar in den USA.[2]
  • Kinostart in Österreich war am 19. März 1999, in Deutschland am 1. April 1999 und in den USA am 9. Juli 1999.[3]

Kritiken[Bearbeiten]

  • Die Zeitschrift Cinema attestierte dem Film einen „ungeheuren Sog“, beschrieb ihn als verwirrend und faszinierend und vergab umgerechnet 4 von 5 Punkten.
  • Der Filmkritiker Roger Ebert kritisierte in der Chicago Sun-Times vom 9. Juli 1999 Logikfehler des Films sowie die Unplausibilität des Drehbuchs vor allem in den letzten 30 Minuten.

„Hintergründig inszenierter, brillant gespielter Thriller, der geschickt die Balance zwischen vermeintlichem Doppelleben und in den Vordergrund drängender Paranoia hält. Indem er sich vorschneller Schuldzuweisungen enthält, bietet er packendes und vielschichtiges Spannungskino.“

film-dienst 7/1999[4]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Locations in der Internet Movie Database (englisch)
  2. boxofficemojo.com
  3. Releaseinfo in der Internet Movie Database (englisch)
  4. Arlington Road im Lexikon des Internationalen Films