Arthur Milchhoefer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Arthur Milchhoefer

Arthur Milchhoefer (auch Milchhöfer; * 21. März 1852 in Schirwindt, Ostpreußen; † 7. Dezember 1903 in Kiel) war ein deutscher Klassischer Archäologe.

Arthur Milchhoefer schloss sein Studium in Berlin und München 1873 mit einer Dissertation Über den Attischen Apollon bei Heinrich Brunn ab. Es folgte 1875–1876 eine Anstellung als Lehrer am Wilhelms-Gymnasium in Berlin. 1876–1878 hatte er das Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts inne. Seit 1880 war er an Assistent an den Berliner Museen und nahm an den Ausgrabungen in Olympia teil. Kurz nach seiner Habilitation 1882 in Göttingen wurde Milchhoefer 1883 außerordentlicher Professor an der Akademie in Münster, wo er das Seminar für Klassische Archäologie aufbaute. 1895 wurde er ordentlicher Professor für Klassische Archäologie an der Universität Kiel.

Milchhoefer vermutete als erster eine bronzezeitliche Hochkultur auf der Insel Kreta, die in der Zeit vor Troja auch das griechische Festland unterworfen hatte. Nach dem mythischen König Minos aus der Theseus-Sage nannte er sie „Minoische Kultur“, ein Begriff, der später vom britischen Archäologen Sir Arthur Evans aufgegriffen und geprägt wurde, nachdem dieser 1900 mit Ausgrabungen in Knossos begonnen hatte.

Schriften[Bearbeiten]

  • Die Anfänge der Kunst in Griechenland, Brockhaus, Leipzig 1883.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikisource: Arthur Milchhoefer – Quellen und Volltexte