Béard-Géovreissiat

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Béard-Géovreissiat
Béard-Géovreissiat (Frankreich)
Béard-Géovreissiat
Region Rhône-Alpes
Département Ain
Arrondissement Nantua
Kanton Nantua
Gemeindeverband Haut-Bugey.
Koordinaten 46° 11′ N, 5° 33′ O46.1897222222225.5569444444444543Koordinaten: 46° 11′ N, 5° 33′ O
Höhe 446–724 m
Fläche 4,69 km²
Einwohner 950 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 203 Einw./km²
Postleitzahl 01460
INSEE-Code

Béard-Géovreissiat (bis 2008 Géovreissiat) ist eine Gemeinde im französischen Département Ain in der Region Rhône-Alpes.

Geographie[Bearbeiten]

Béard-Géovreissiat liegt auf 560 m über dem Meeresspiegel, etwa elf Kilometer südwestlich der Stadt Oyonnax (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich im nördlichen Bugey, an einem nach Westen abfallenden Hang über der Talebene des Oignin, im Jura.

Die Fläche des 4,69 km2 großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des südlichen französischen Juras. Die südliche Grenze verläuft entlang der Hauptstraße, die von Nantua nach Bourg-en-Bresse führt und in der Ebene von Brion liegt. Von hier erstreckt sich das Gemeindeareal nordwärts auf die angrenzenden Höhen von Bois de Ban und Mollard de Bretonne zwischen Géovreissiat und Montréal. Auf Letzterem wird mit 724 m die höchste Erhebung der Gemeinde erreicht. Die westliche Abgrenzung bildet der gewundene Lauf des Oignin, der hier aus der Ebene von Brion austritt, durch ein leicht in die Umgebung eingetieftes Tal fließt und danach das Becken von Izernore erreicht.

Die Gemeinde besteht aus drei Ortsteilen:

  • Géovreissiat (560 m) in einer Mulde südwestlich des Mollard de Bretonne
  • Béard (490 m) an der Talenge des Oignin nördlich der Ebene von Brion
  • Saint-Germain-de-Béard (490 m) auf dem Plateau östlich des Oignin

Nachbargemeinden von Béard-Géovreissiat sind Izernore im Norden, Montréal-la-Cluse im Osten, Brion im Süden sowie Nurieux-Volognat im Westen.

Geschichte[Bearbeiten]

Seit dem 12. Jahrhundert bildete Géovreissiat eine Pfarrei, die zunächst von Belley, dann vom Kloster Nantua abhängig war.[1] Das Dorf befand sich unter der Herrschaft der Thoire-Villars und ab 1402 unter der Oberhoheit der Grafen von Savoyen. Mit dem Vertrag von Lyon gelangte Géovreissiat im Jahre 1601 an Frankreich. Zu einer Gebietsveränderung kam es 1845, als Brion von Géovreissiat abgetrennt und zu einer selbständigen Gemeinde erhoben wurde. Per Dekret vom 3. Oktober 2008 wurde die Gemeinde in Béard-Géovreissiat umbenannt.[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Dorfkirche Saint-Martin wurde im 19. Jahrhundert neu erbaut.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1962 225
1968 238
1975 279
1982 323
1990 455
1999 714
2006 865

Mit 950 Einwohnern (1. Januar 2011) gehört Béard-Géovreissiat zu den kleineren Gemeinden des Département Ain. Seit Beginn der 1960er Jahre wurde eine markante Bevölkerungszunahme verzeichnet, verbunden mit einer Verdreifachung der Einwohnerzahl.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Béard-Géovreissiat war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein vorwiegend durch die Landwirtschaft geprägtes Dorf. Daneben gibt es heute einige Betriebe des Klein- und Mittelgewerbes, unter anderem ein Elektrizitätswerk. Mittlerweile hat sich das Dorf auch zu einer Wohngemeinde gewandelt. Viele Erwerbstätige sind deshalb Wegpendler, die in den größeren Ortschaften der Umgebung ihrer Arbeit nachgehen.

Die Ortschaft ist verkehrsmäßig sehr gut erschlossen. Sie liegt nahe der Départementsstraße D979, die von Nantua nach Bourg-en-Bresse führt. Eine weitere Straßenverbindung besteht mit Izernore. Der nächste Anschluss an die Autobahn A404 (Saint-Martin-du-Frêne – Oyonnax) befindet sich in einer Entfernung von rund 3 km.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Béard-Géovreissiat – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Marie-Claude Guigue: Topographie Historique du Département de l’Ain. Bourg-en-Bresse et Lyon, A. Brun, 1873, S. 189 (französisch, online, abgerufen am 18. Januar 2014).
  2. Décret n° 2008-1021. In: Légifrance. Abgerufen am 18. Januar 2014 (französisch).