Bahnhof Wien Hernals

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Bahnhof Wien Hernals
Ostfassade des Stationsgebäudes
Ostfassade des Stationsgebäudes
Daten
Betriebsart Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 2 S-Bahn
Abkürzung Hns
IBNR 8100271
Eröffnung 1898
Architektonische Daten
Architekt Otto Wagner
Lage
Stadt Wien
Bundesland Wien
Staat Österreich
Koordinaten 48° 13′ 23,6″ N, 16° 18′ 53,6″ O48.22321111111116.314888888889Koordinaten: 48° 13′ 23,6″ N, 16° 18′ 53,6″ O
Eisenbahnstrecken
Liste der Bahnhöfe in Österreich

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Der Bahnhof Wien Hernals ist ein Verkehrsknotenpunkt an der Vorortelinie in Wien. Er wird von der Bezirksgrenze zwischen dem 16. Wiener Gemeindebezirk Ottakring und dem 17. Gemeindebezirk Hernals durchschnitten; das Stationsgebäude an sich liegt in der Katastralgemeinde Dornbach. Ursprünglich als Station der Wiener Stadtbahn eröffnet, wird er heute als Station der S-Bahnlinie S45 bedient. Der Bahnhof steht ebenso wie große Abschnitte der Vorortelinie unter Denkmalschutz.[1][2]

Geschichte[Bearbeiten]

Bahnsteige 1979

Die Station Hernals wurde im Zuge der Vorortelinie der vom Architekten Otto Wagner entworfenen Wiener Stadtbahn errichtet und im Jahr 1898 eröffnet. Nach Ende des Ersten Weltkrieges musste 1918 der Betrieb wegen Kohlemangel eingestellt werden. Während die anderen Linien der Stadtbahn in den 1920er-Jahren von der Stadt Wien übernommen wurden, verblieb die Vorortelinie bei den Bundesbahnen. Sie diente fortan hauptsächlich dem Güterverkehr, für den der Bahnhof Hernals ein wichtiger Umschlagplatz war. Personenverkehr wurde nur mehr sporadisch durchgeführt.

In den 1980er-Jahren einigte man sich auf eine Reaktivierung der Vorortelinie. Auch der durch Bombentreffer beschädigte Bahnhof Hernals wurde einer umfangreichen Restaurierung unterzogen. Das Stationsgebäude und die Bahnsteige sind heute weitgehend in der Originalarchitektur Otto Wagners erhalten und stehen unter Denkmalschutz. Am 31. Mai 1987 wurde die renovierte Vorortelinie wiedereröffnet und als Linie S45 in das Netz der Wiener S-Bahn integriert.

Der Bahnhof Hernals spielte eine bedeutende Rolle in der Verstädterung des umliegenden Gebiets (siehe Frauenfeld, Kongressplatz und Sandleiten) nach der Eingemeindung der westlichen Vororte nach Wien 1890/2. Zuvor von Stadtrandindiustrie geprägt, entstand hier um die Jahrhundertwende eine großstädtische Vorstadt aus zumeist vier- bis fünfgeschoßigen Zinshäusern. Viele der Baulücken wurden in den 1920ern durch Volkswohnhäuser in Blockrandbebauung geschlossen. Heute - wie wohl auch damals - fungiert der Bahnhof Hernals eher als Verkehrsknotenpunkt denn als Grätzlzentrum für die äußeren Bezirksteile von Hernals und das angrenzende Ottakring. Das Stationsgebäude samt Vorplätzen wird (mit Ausnahme einer Imbissbude im Stationsinneren und einer Bäckerei unterhalb der Bahnbrücke) nicht für kommerzielle oder kulturelle Zwecke genutzt, wie das etwa bei den Nachbarstationen Ottakring und Gersthof stärker der Fall ist.

Lage[Bearbeiten]

Bahnsteige

Der Bahnhof liegt in Hochlage südlich der Hernalser Hauptstraße zwischen Julius-Meinl-Gasse und Heigerleinstraße. Er weist zwei Seitenbahnsteige mit je rund 150 m Länge, von denen jedoch nur 75 m auf der östlichen Seite der Station für den Personenverkehr geöffnet sind, und jeweils einen Zugang auf, von dem man in das zentrale Aufnahmegebäude gelangt. Südwestlich des Bahnhofes befindet sich das Kongressbad und der Kongresspark.

Die Züge der S-Bahn verkehren Montag bis Freitag tagsüber alle 10 Minuten, sonst alle 15 Minuten in Richtung Hütteldorf und Handelskai.

Am Vorplatz des Bahnhofes hält die Linie 43 der Wiener Straßenbahn, welche vom Schottentor nach Neuwaldegg führt und die Hauptachse vom 17. Bezirk in das Stadtzentrum bildet. Außerdem haben die städtischen Autobuslinien 42A und 44B hier ihre Endstelle. Unweit des ÖBB-Bahnhofes befindet sich auch der Straßenbahn-Betriebsbahnhof Hernals der Wiener Linien.

Neugestaltung des Bahnhofsumfelds[Bearbeiten]

Auf Antrag der Hernalser Grünen wird das Stationsumfeld ab 2014 durch die Bezirksverwaltung umgestaltet. Die Teilfläche zwischen Stationsgebäude und Heigerleinstraße wird eine barrierefreie Begegnungszone, inklusive „kiss and ride“-Kurzhaltezone, aber ohne ruhenden Individualverkehr. Die Autobusse bekommen zwei gut beleuchtete, überdachte Busterminals, während die Taxis fortan in der Balderichgasse warten sollen. In der Sauter- und Balderichgasse werden weiters der Fußgängersicherheit zuträgliche Gehsteigvorziehungen vorgenommen. Auf der stadtauswärtigen Seite soll die Durchgängigkeit Richtung Kongressbad verbessert werden, während die kleine Grünanlage besser beleuchtet, größer und sicherer gestaltet werden soll. Zuletzt wird der Park mit einem Denkmal für antifaschistische Widerstandskämpfer aus Hernals ausgestattet.[3]

Güterbahnhof[Bearbeiten]

Güterbahnhof Hernals mit Stellwerk (1984)

Südlich der Personenbahnsteige erstreckte sich der Güterbahnhof Hernals, welcher bis zur Seeböckstraße reicht. Er verfügte über neun Bahnsteige, eine im Jahr 2010 abgetragene Kohlenrutsche und einen Gleisanschluss zur Firma Julius Meinl. Früher verfügte der Bahnhof noch über weitere Anschlussbahnen, welche jedoch bereits abgetragen wurden. Am südöstlichen Ende des Frachtenbahnhofes befindet sich auch das in den Jahren 1985/86 errichtete Stellwerk der Bauart SpDrS, das auch den Bereich Ottakring und die Überleitstelle Heiligenstadt 3 umfasst. Heute ist es unbesetzt und wird vom Stellwerk Heiligenstadt ferngesteuert.

Linien im Verkehrsverbund Ost-Region[Bearbeiten]

Straßenbahnstation

S 45 Wien Handelskai - Wien Heiligenstadt - Wien Oberdöbling - Wien Krottenbachstraße - Wien Gersthof - Wien Hernals - Wien Ottakring - Wien Breitensee - Wien Penzing - Wien Hütteldorf

43 Schottentor - Lange Gasse - Alser Straße - Elterleinplatz - Hernals - Dornbach, Güpferlingstr. - Neuwaldegg

42A Hernals - Gersthofer Friedhof - Schafberghöhe

44B Hernals - Dornbach, Güpferlingstr. - Heuberg Schutzhaus - Mitterberg

N43 Schottentor - Lange Gasse - Alser Straße - Elterleinplatz - Hernals - Dornbach, Güpferlingstr. - Neuwaldegg

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bahnhof Wien Hernals – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wien – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz (rechtlich nicht verbindlich) (Stand: 25. Juni 2010) (PDF; 262 kB)
  2. Stadt Wien und ÖBB starten Lärmschutz-Pilotprojekt an denkmalgeschützter Vorortelinie
  3. Neugestaltung des Umfelds der S45.
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