Bahnstrecke Bleicherode–Herzberg
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| Bleicherode Ost–Herzberg | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Kursbuchstrecke (DB): | zuletzt 598 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckennummer: | 6717 / 1814 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Spurweite: | 1435 mm (Normalspur) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die Bahnstrecke Bleicherode–Herzberg war eine 41 km lange Nebenbahn, die das östliche Eichsfeld und das Ohmgebirge erschloss. Sie verband damit die Halle-Kasseler Eisenbahn bei Bleicherode mit der Südharzstrecke in Herzberg am Harz. Sie diente hauptsächlich dem Güterverkehr vom mehreren ehemaligen Kalischächten, zuletzt in Bischofferode, und zu einem ehemaligem Braunkohlekraftwerk in Rhumspringe.
Die Strecke führte durch schwieriges Gelände. Bei Weißenborn-Lüderode musste ein Tunnel gebohrt und eine Schleife zur Höhengewinnnung gelegt werden.
Diese Bahnlinie wurde abschnittsweise von 1908 bis 1911 eröffnet. 1945 unterbrach sie die innerdeutsche Grenze in Zwinge. Die Deutsche Bundesbahn stellte den Personenverkehr 1961 ein, der Güterverkehr folgte 1971 südlich von Rhumspringe und 1982 in ganzer Länge. Auf der südöstlichen Seite gab die Deutsche Reichsbahn 1972 den Verkehr zwischen Zwinge und Bischofferode auf. Der Güterverkehr auf der Reststrecke hielt sich ebenso wie der Kalischacht bis 1993 , der Personenverkehr wurde am 24. Mai 1998 bis Großbodungen zurückgenommen und am 27. Juni 2001 auf ganzer Länge aufgegeben; 2003 folgte die formelle Stilllegung der Infrastruktur.
Zur heutigen Nutzung siehe Weser-Harz-Heide-Radfernweg.
[Bearbeiten] Literatur
- Paul Lauerwald, Eisenbahnen im Eichsfeld, Mecke Druck und Verlag, Duderstadt 1994, ISBN 3-923453-56-6, S.116 ff
- Wolfgang Fiegenbaum, Wolfgang Klee, Abschied von der Schiene - Stillgelegte Bahnstrecken 2000–2005, ISBN 3-613-71295-4, S. 114 ff

