Belagerung von Bari

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Die Belagerung von Bari durch die Normannen fand von 1068–1071 statt. Robert Guiskard musste diese letzte byzantinische Stadt auf dem italienischen Festland erobern, um ohne Feinde im Rücken Sizilien angreifen zu können. Die Stadt war schwer befestigt und Robert wagte keinen direkten Angriff, sondern begann am 5. August 1068[1] eine langwierige Belagerung. Robert hatte zudem keine Erfahrungen mit Belagerungen und verlegte sich so zwangsläufig auf die Blockade der Hafenstadt, auch mit Hilfe einer künstlich angelegten Seebrücke zur Blockierung des Hafens. Nach dem Beginn der Belagerung entsandte die pro-byzantinische Partei der Stadt, welche im Übrigen die meisten Einwohner der Stadt für ein Ausharren gewinnen konnte, einen Boten nach Konstantinopel um für Ersatz zu bitten. Die eilig entsandten Hilfstruppen wurden jedoch von Robert Guiskard in einer Feldschlacht vollständig aufgerieben. Zermürbt von den folgenden drei Jahren des Hungers und ohne Hoffnung auf weiteren Ersatz ergaben sich die Bewohner der Stadt am 15. April 1071 dem normannischen Herzog. Dieser behandelte die reichen Einwohner Baris sehr zuvorkommend und konnte sich so schnell ihre Unterstützung sichern. Mit dem Fall der Stadt endete die 536 Jahre währende byzantinische Geschichte Italiens.

Quellen[Bearbeiten]

  • von Raumer, Friedrich: Die Geschichte der Hohenstaufern und ihrer Zeit, Leipzig 1823

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Theodor Schieder (Herausgeber), Udo Arnold: Handbuch der europäischen Geschichte, Band 2, Seite 557. ISBN 3-12-907820-7