Birkenwald

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Dieser Artikel beschreibt die französische Gemeinde. Siehe auch: Birkenwald, deutscher Name von Březová u Zlína, Tschechien, Birkenwalde bzw. Birkenwäldchen.
Birkenwald
Wappen von Birkenwald
Birkenwald (Frankreich)
Birkenwald
Region Elsass
Département Bas-Rhin
Arrondissement Saverne
Kanton Marmoutier
Koordinaten 48° 40′ N, 7° 21′ O48.6588888888897.3444444444444273Koordinaten: 48° 40′ N, 7° 21′ O
Höhe 258–432 m
Fläche 5,12 km²
Einwohner 287 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 56 Einw./km²
Postleitzahl 67440
INSEE-Code

Mairie- und Schulgebäude

Birkenwald ist eine Gemeinde mit 287 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Bas-Rhin in der Region Elsass in Frankreich. Sie ist ein Mitglied der Communauté de communes de la Sommerau.

Birkenwald liegt am Rand der Nordvogesen. Die Nachbargemeinden sind Dimbsthal und Salenthal im Nordosten, Allenwiller im Osten, Wangenbourg-Engenthal im Südosten und Hengwiller im Nordwesten. Im Süden wird das Strassendorf von einem Wald abgegrenzt.

Schloss Birkenwald[Bearbeiten]

Im Ortszentrum befindet sich das Schloss Birkenwald. Die Grundmauern wurden um 800 errichtet. Durch einen Brief vom 17. Februar 893 hatte die Kaiserin Richardis, die Gründerin der Abtei Andlau, diesem Stift gewisse Erbgüter abgetreten, die sie sich in den Vogesen vorbehalten hatte, darunter vor allem Birkenwald oder viel mehr Bürckwald, wie es damals hieß. Die Äbtissinnen von Andlau überließen Bürckwald Rittern des Landes als Lehen. 1562 baute Nikolaus Jakob von Ingenheim das Schloss in seiner heutigen Gestalt. Das Datum des Wiederaufbaues ist noch deutlich auf einem Tor an der Nordseite zu lesen. Das Schloss ging dann durch viele Hände, auch durch diejenigen französischer Adeliger, die ihrem Familiennamen den „von Birkenwald“ hinzufügten, lange bevor noch das Elsass offiziell zu Frankreich gehörte. Das Schloss gehörte nach der französischen Revolution einige Jahre einem Mitglied der Familie Grimaldi-Monaco, der Adjutant von Napoleon war, sowie einem Mitglied der Familie von Dortal.[1] In seiner Jugend verbrachte Charles de Foucauld, der mit den damaligen Besitzern verwandt war, oft seine Ferien im Schloss. Heute ist das Schloss in privatem Besitz.

Das Wappen deren „von Birkenwald“ hat folgende Gestalt:

Blau mit einem silbernen Winkel, weist oben im Schild zwei goldene Tannenzapfen, die von einem gemeinsamen Stiel ausgehend, sich nach beiden Seiten neigen, und unten einen schreitenden goldenen Bären auf. Über dem Schild eine Grafenkrone.

Die Handlung des Jugendbuches Der goldene Armreif von Serge Dalens spielt zum überwiegenden Teil im Schloss Birkenwald. Das Buch war ein Bestseller mit Millionenauflage und veranlasst noch heute viele Leser, das Schloss Birkenwald zu besuchen.

Sonstige Bauten[Bearbeiten]

  • Die Dorfschule und die Gemeindeverwaltung sind im selben Haus untergebracht.
  • Kapelle Notre-Dame
  • Kirche Saint-Louis

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

1962 1968 1975 1982 1990 1999
225 232 217 208 228 253

Literatur[Bearbeiten]

  • Dalens, Serge: Der goldene Armreif. Alsatia, Colmar, 1948
  • Société d’Histoire et d’Archéologie de Saverne et Environs (Hrsg): Pays d’Alsace Cahier N°215b. Darin: La Seigneurie de Birkenwald von Abbé Robert Metzger. ISSN 0245-8411
  • Société d’Histoire et d’Archéologie de Saverne et Environs (Hrsg): Du Chateau de Birkenwald aux Rochers du Schneeberg von Joseph Wetta. Bulletins trimestriels, Cahier 40, IV/1962.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Birkenwald – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Felix Wolff: Elsässisches Burgen-Lexikon. Verzeichnis der Burgen und Schlösser im Elsass. Weidlich, Frankfurt am Main 1979, ISBN 3-8035-1008-2.