Richardis
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Richardis oder Richgard (* um 840; † 18. September um 900 in Andlau) war Gemahlin Kaiser Karls III.
Die Tochter des Grafen Erchanger aus der Familie der Ahalolfinger heiratete 862 Karl III. und wurde mit ihm 881 zur Römischen Kaiserin gekrönt. 887 wurde sie des Ehebruchs mit Kanzler Luitward von Vercelli beschuldigt und zog sich daraufhin in das von ihr 880 gegründete Kloster Andlau zurück, wo sie nach ihrem Tod begraben wurde. Sie war zwischen 878 und 893 auch Äbtissin der Fraumünsterabtei in Zürich.
Richardis wird in der katholischen Kirche als Heilige verehrt. Ihr Gedenktag ist der 18. September.
[Bearbeiten] Literatur
- Ekkart Sauser: Richardis. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band XVII, , Sp. 1141–1142.
- Judith Steinmann: Richardis im Historischen Lexikon der Schweiz 2010
- Wilhelm Wiegand: Richgard. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 28, Duncker & Humblot, Leipzig 1889, S. 420 f.
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
| Liutgard von Sachsen | ostfränkische Königin 876–887 |
Oda |
| Adelheid von Friaul | westfränkische Königin 884–888 |
Theoderata von Troyes |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Richardis |
| ALTERNATIVNAMEN | Richgard; Richarda; Ricardis Augusta; Heilige Richardis |
| KURZBESCHREIBUNG | Gemahlin Kaiser Karls III. |
| GEBURTSDATUM | um 840 |
| STERBEDATUM | 18. September zwischen 894 und 896 |
| STERBEORT | Andlau |