Bismut(III)-fluorid

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von Bismut(III)-fluorid
__ Bi3+     __ F
Allgemeines
Name Bismut(III)-fluorid
Andere Namen

Bismuttrifluorid

Verhältnisformel BiF3
CAS-Nummer 7787-61-3
PubChem 82233
Kurzbeschreibung

weißer, geruchloser Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 265 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

5,32 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

727 °C[1]

Löslichkeit

unlöslich in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
05 – Ätzend

Gefahr

H- und P-Sätze H: 314
P: 280​‐​305+351+338​‐​310 [2]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][2]
Ätzend
Ätzend
(C)
R- und S-Sätze R: 34
S: 26​‐​36/37/39​‐​45
MAK

2,5 mg·kg−1 als Fluorid[1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Bismut(III)-fluorid ist eine chemische Verbindung zwischen Bismut und Fluor. Es hat die chemische Summenformel BiF3 und kann zur Herstellung von Bismut(V)-fluorid verwendet werden.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Bismut(III)-fluorid lässt sich durch Reaktion von Bismut(III)-oxid mit Flusssäure synthetisieren.

\mathrm{Bi_2O_3 + 6 \ HF \longrightarrow 2 \ BiF_3  + 3 \ H_2O}

Ebenso ist die Reaktion mit Bismutoxidchlorid erfolgreich:[4]

\mathrm{BiOCl + 3 \ HF \longrightarrow \ BiF_3  + H_2O + HCl}

Die Reaktion von Bismut(III)-hydroxid mit wäßriger Flußsäure liefert kein reines Bismut(III)-fluorid, sondern Oxidfluoride.[4]

Eigenschaften[Bearbeiten]

Bismut(III)-fluorid ist ein weißer, kristalliner Feststoff. Er besitzt eine orthorhombische Kristallstruktur vom Ytterbium(III)-fluorid-Typ.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e Datenblatt Bismut(III)-fluorid bei AlfaAesar, abgerufen am 3. Februar 2010 (JavaScript erforderlich).
  2. a b c Datenblatt Bismut(III)-fluorid bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 11. November 2012 (PDF).
  3. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  4. a b c  Georg Brauer: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearb. Auflage. Band I, Enke, Stuttgart 1975, ISBN 3-432-02328-6, S. 218.