Blue Valentine (Film)

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Filmdaten
Deutscher Titel Blue Valentine
Originaltitel Blue Valentine
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2010
Länge 112 Minuten
Altersfreigabe FSK 12[1]
Stab
Regie Derek Cianfrance
Drehbuch Derek Cianfrance
Cami Delavigne
Joey Curtis
Produktion Lynette Howell
Alex Orlovsky
Jamie Patricof
Musik Grizzly Bear
Kamera Andrij Parekh
Schnitt Jim Helton
Ron Patane
Besetzung

Blue Valentine ist ein US-amerikanisches Liebesdrama von Derek Cianfrance aus dem Jahr 2010. Die Uraufführung fand auf dem 26. Sundance Film Festival statt. Deutscher Kinostart war am 4. August 2011.

Der Film lief zudem bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2010 in der Kategorie Un Certain Regard.

Handlung[Bearbeiten]

Dean, ein junger High School-Abbrecher, der als Möbelpacker in New York City arbeitet, lernt zufällig die Schülerin Cindy kennen, die bei ihren Eltern lebt und sich um ihre Großmutter in Pennsylvania kümmert. Sie verlieben sich prompt ineinander. Nachdem Cindy herausfindet, dass sie von ihrem vorherigen Freund Bobby schwanger ist, beschließen sie und Dean kurzentschlossen zu heiraten und die kleine Frankie gemeinsam großzuziehen. Vor der Hochzeit sucht Bobby, der nichts von der Schwangerschaft weiß, Dean an dessen Arbeitsstelle auf und schlägt ihn zusammen.

Die Handlung springt hier zu einem Zeitpunkt einige Jahre später, als sich bereits das Ende der Ehe anbahnt. Dean und Cindy leben in Pennsylvania, er arbeitet als Maler, sie als Krankenschwester. Um ihrer Beziehung nochmals eine Chance zu geben, verbringen sie eine Nacht im Motel, die jedoch im Streit endet. Cindy wird frühmorgens zur Arbeit in die Klinik gerufen. Dean taucht später angetrunken in der Klinik auf und lässt sich auf einen handfesten Streit mit einem Arzt ein, woraufhin Cindy gekündigt wird. Dean bekniet Cindy, dass sie es noch einmal gemeinsam versuchen sollten, auch in Anbetracht, dass es besser für Frankie wäre. Cindy gibt alledem keine Zukunft mehr, und obwohl Frankie Dean eindringlich bittet zu bleiben, gibt dieser Cindy frei und geht von dannen.

Kritiken[Bearbeiten]

Der Film und insbesondere die beiden Hauptdarsteller erhielten überwiegend sehr gute Kritiken.

„Wenn man aus den falschen Gründen liebt: Das Beziehungsdrama Blue Valentine erkundet in erschütternden Szenen, wie ein Paar nicht durch Gefühle, sondern die Umstände zusammenfindet. Die Hollywood-Stars Michelle Williams und Ryan Gosling gehen dafür an die Grenzen des Erträglichen.“

Hannah Pilarczyk: Spiegel Online[2]

„[…] dabei ist der Blick auf die Beziehung der beiden völlig klischeefrei, unsentimental und doch bedingungslos mitfühlend. So gelingt Cianfrance ein sehr aufrichtiger, sehr erwachsener Film über eine Liebe, auf der von Anfang an eine schwere Hypothek lastet, und die zwei schwachen Menschen, die sie schultern. Das hat Seltenheitswert im Kino. Blue Valentine ist eine rare Kostbarkeit.“

Alexandra Seitz: Berliner Zeitung[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Michelle Williams war sowohl bei der Oscarverleihung 2011 als auch bei den Golden Globe Awards 2011 als beste Hauptdarstellerin nominiert, musste sich jedoch in beiden Fällen Natalie Portman geschlagen geben, die den Preis für den Film Black Swan erhielt.

Regisseur Cianfrance erhielt bei den Chicago Film Critics Association Awards die Auszeichnung als Most Promising Filmmaker (Vielversprechendster Filmemacher).

Musik[Bearbeiten]

Ryan Gosling schrieb und sang einige der Songs selbst. Die Band Grizzly Bear komponierte den Soundtrack; veröffentlicht wurde er bei Lakeshore Records.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung (PDF) In: Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft. Abgerufen am 10. Februar 2014.
  2. Hannah Pilarczyk: Kinodrama "Blue Valentine": Liebe in Fetzen. In: spiegel.de. Der Spiegel, 2. August 2011, abgerufen am 22. August 2011.
  3. Alexandra Seitz: Liebesdrama mit Michelle Williams und Ryan Gosling. In: film.fluter.de. Berliner Zeitung, 2011, abgerufen am 22. August 2011.

Weblinks[Bearbeiten]