Ryan Gosling

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Ryan Gosling während des Filmfestivals von Cannes 2014

Ryan Thomas Gosling (* 12. November 1980 in London, Ontario)[1] ist ein kanadischer Schauspieler, Filmregisseur, Drehbuchautor und Musiker.

Frühe Jahre und Karriere[Bearbeiten]

Ryan Gosling wurde im November 1980 in London in der kanadischen Provinz Ontario geboren und wuchs in Cornwall auf.[2] Er machte seine ersten künstlerischen Schritte 1989 im Mickey Mouse Club. Dort trat er zusammen mit Britney Spears, Christina Aguilera und Justin Timberlake auf. Nachdem er Ende der 1990er Jahre in verschiedenen Serien zu sehen war, spielte Gosling 2001 in Inside a Skinhead. Der Film wurde mit dem Jurypreis des Sundance Film Festival ausgezeichnet. Danach hatte er Hauptrollen sowohl in Hollywoodfilmen wie Mord nach Plan (2002) mit Sandra Bullock und Ben Chaplin als auch im Independentkino wie in State of Mind an der Seite von Kevin Spacey und Lena Olin.

Seinen Durchbruch als Schauspieler feierte Gosling 2006 mit dem Independentfilm Half Nelson, in dem er neben Shareeka Epps agierte. Die Titelrolle eines drogensüchtigen Junior-High-School-Lehrers brachte ihm 2007 eine Oscar-Nominierung in der Kategorie Bester Hauptdarsteller ein, die Hauptrolle in der Komödie Lars und die Frauen eine Golden-Globe-Nominierung. 2008 gründete er mit seinem kanadischen Schauspielerkollegen Zach Shields die Band Dead Man's Bones. Das gleichnamige Debütalbum erschien im Oktober 2009 bei ANTI-Records. Für die Hauptrolle in dem Beziehungsdrama Blue Valentine erhielt er 2011 eine weitere Golden-Globe-Nominierung. Ein Jahr später, bei den Golden Globe Awards 2012 wurde Gosling ebenfalls in zwei Kategorien nominiert: Als bester Hauptdarsteller in einer Komödie/Musical für seine Rolle in Crazy, Stupid, Love sowie als bester Hauptdarsteller in einem Drama für seine Darstellung in The Ides of March – Tage des Verrats.

2013 sah man ihn in den Kinofilmen The Place Beyond the Pines und Only God Forgives, die in erneuter Zusammenarbeit mit den Regisseuren Derek Cianfrance und Nicolas Winding Refn entstanden. Im Frühjahr 2013 begannen die Dreharbeiten für den Film Lost River, bei dem Gosling nicht nur sein Regiedebüt gab, sondern auch für das Drehbuch verantwortlich war. Neben Freundin Eva Mendes gehören auch die Schauspielkolleginnen Christina Hendricks und Saoirse Ronan zur Besetzung des Films.[3] Ende April wurde bekannt, dass Johnny Jewel für die Kuration und Produktion des Soundtracks zuständig ist.[4]Lost River, der zuerst unter dem Namen How to Catch a Monster produziert wurde, feierte am 20. Mai 2014 während der Internationalen Filmfestspiele von Cannes seine Premiere.[5]

Privatleben[Bearbeiten]

Im Jahr 2002 war Gosling mit Sandra Bullock liiert, an deren Seite er in Mord nach Plan vor der Kamera stand.[6]

Bei den Dreharbeiten zu Wie ein einziger Tag lernte Gosling 2004 seine Schauspielkollegin Rachel McAdams, die ebenfalls aus London in Ontario stammt, kennen. Nach drei Jahren Beziehung trennten sich die beiden im Oktober 2007.

Seit September 2011 befindet sich Gosling in einer Beziehung mit seiner Schauspielkollegin Eva Mendes, mit der er auch sein Regiedebüt realisierte. Im September 2014 wurden die beiden Eltern einer Tochter.[7]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

als Schauspieler[Bearbeiten]

als Regisseur und Drehbuchautor[Bearbeiten]

Synchronisationen[Bearbeiten]

Filme[Bearbeiten]

Filmtitel Erscheinungsjahr Rollenname Synchronsprecher
Heirate nie einen Cowboy 1998 Tommy Konrad Bösherz
Inside a Skinhead 2001 Danny Balint David Nathan
Mord nach Plan 2002 Richard Haywood Kim Hasper
State of Mind 2003 Leland P. Fitzgerald Kim Hasper
Wie ein einziger Tag 2004 Noah Calhoun Kim Hasper
Stay 2005 Henry Letham Tobias Kluckert
Half Nelson 2006 Dan Dunne Tobias Kluckert
Das perfekte Verbrechen 2007 Willy Beachum David Nathan
Lars und die Frauen 2007 Lars Lindstom Kim Hasper
Blue Valentine 2010 Dean Pereira Tobias Kluckert
All Beauty Must Die 2010 David Marks Tobias Kluckert
Crazy, Stupid, Love. 2011 Jacob Palmer Tobias Kluckert
Drive 2011 Driver Tommy Morgenstern
The Ides of March – Tage des Verrats 2011 Stephen Meyers Tommy Morgenstern
The Place Beyond the Pines 2012 Luke Glanton Tommy Morgenstern
Gangster Squad 2013 Sgt. Jerry Wooters Tobias Kluckert
Only God Forgives 2013 Julian Tommy Morgenstern

Serien[Bearbeiten]

Serienname Erscheinungsjahr Rollenname Synchronsprecher
Gänsehaut – Die Stunde der Geister (Goosebumps, Fernsehserie, Folge 1x15 Die unheimliche Kamera) 1995 Greg Banks Marcel Collé
Amanda und Betsy (Ready Or Not, Fernsehserie, Folge 4x05 Willst du, oder willst du nicht?) 1996 Matt Kalinsky Tim Knauer
Der junge Hercules (Young Hercules, Fernsehserie) 1998–1999 Hercules Christian Stark

Diskografie[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Emily Smith: The Ryan Gosling Handbook - Everything You Need to Know about Ryan Gosling, EAN 978-1743332580.
  • Thorsten Wortmann: Ryan Gosling: Die Biografie. Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag 2013, EAN 978-3862653027.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ryan Gosling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ryan Gosling says onscreen intimacy in 'Blue Valentine' 'just happened'. The Guardian. 4. Januar 2011. Abgerufen am 28. Oktober 2011.
  2. Ryan Gosling Bio. Tribute.ca. Abgerufen am 28. Oktober 2011.
  3. Saoirse Ronan dreht mit Ryan Gosling How to Catch a Monster. Kinofilme.com. Abgerufen am 11. Februar 2013.
  4. Thomas Vorreyer: Ryan Goslings Regiedebüt Lost River. spex.de, 23. April 2014, abgerufen am 26. April 2014 (deutsch).
  5. Peter Schuster: Festspiele von Cannes: Ryan Goslings Lost River mit verstörendem Teaser. moviepilot.de, 19. Mai 2014, abgerufen am 20. Mai 2014 (deutsch).
  6. Diese Pärchen gab es wirklich. www.promiflash.de. Abgerufen am 23. Februar 2014.
  7. Nachwuchs für Ryan Gosling: Eva Mendes bringt Tochter zur Welt. Meldung bei Spiegel Online vom 17. September 2014.