Blutvolumen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Als Blutvolumen wird die Gesamtblutmenge eines Organismus bezeichnet.

Es handelt sich dabei um die Summe der flüssigen (totales Plasmavolumen) und zellulären (totales Blutzellvolumen) Blutbestandteile. Beim erwachsenen Menschen sind das ca. 4 bis 6 Liter (ca. 1/13 des Körpergewichts; 60 bis 98 ml/kg Körpergewicht bzw. 2,8 bei Männern und 2,4 l/m² Körperoberfläche bei Frauen.)

Ein ausreichendes und konstantes Blutvolumen ist für die Aufrechterhaltung des Blutdrucks und damit die Versorgung der Körpergewebe mit Sauerstoff und Nährstoffen unerlässlich.

Eine Volumenkontraktion, also die Abnahme des Blutvolumens, kann durch allgemeinen Wassermangel im Körper (Dehydratation) oder durch ein Missverhältnis zwischen Blut und Gewebewasser aufgrund zu geringen Eiweißgehalts (Ödem) bedingt sein.

Modellorganismen[Bearbeiten]

Bei Farbmäusen (Mus musculus) liegt das Blutvolumen im Bereich von 60 bis 75 ml/kg, bei Farbratten (Rattus norvegicus forma domestica) bei 54 bis 70 ml/kg und bei Meerschweinchen (Cavia porcellus) bei 69 bis 75 ml/kg.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sarah Wolfensohn, Maggie Lloyd: Handbook of Laboratory Animal - Management and Welfare. 3. Auflage, Blackwell Publishing, 2003.