Breitenbachtalsperre (Hilchenbach)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Breitenbachtalsperre
Breitenbachtalsperre mit Entnahmeturm
Breitenbachtalsperre mit Entnahmeturm
Lage: Kreis Siegen-Wittgenstein
Zuflüsse: Breitenbach
Abflüsse: Breitenbach → Ferndorfbach
Größere Orte in der Nähe: Hilchenbach
Breitenbachtalsperre (Nordrhein-Westfalen)
Breitenbachtalsperre
Koordinaten 50° 58′ 54″ N, 8° 4′ 56″ O50.9816666666678.0822222222222Koordinaten: 50° 58′ 54″ N, 8° 4′ 56″ O
Daten zum Bauwerk
Bauzeit: 1953–1956
Höhe über Talsohle: 36,5 m
Höhe über Gründungssohle: 42 m
Höhe der Bauwerkskrone: 372,5 m ü. NHN
Bauwerksvolumen: 680.000 m³
Kronenlänge: 370 m
Kronenbreite: 8 m
Böschungsneigung luftseitig: 1:1,50 m
Böschungsneigung wasserseitig: 1:1,75 m
Daten zum Stausee
Höhenlage (bei Stauziel) 370 m ü. NHN
Wasseroberfläche 57,7 ha
Speicherraum 7,8 Mio. m³
Gesamtstauraum: 8,085 Mio. m³
Einzugsgebiet 4,1 km², mit Überleitungen 11,6 km²
Bemessungshochwasser: 12,6 m³/s

Die Breitenbachtalsperre ist eine Talsperre im Südwesten des Rothaargebirges im Kreis Siegen-Wittgenstein, Nordrhein-Westfalen (Deutschland).

Das aufgestaute Stillgewässer, der 57,7 ha große Breitenbachstausee, ist der kleinere der beiden Stauseen des Wasserverbandes Siegen-Wittgenstein; der andere bzw. größere Stausee ist die Obernautalsperre. Der Bau der Talsperre wurde am 1. Juli 1952 vom Kreistag Siegen beschlossen.[1] Sie wurde zwischen 1953 und 1956 gebaut und von 1976 bis 1980 erhöht. Der See dient der Trinkwasserversorgung und dem Hochwasserschutz.

Geographie[Bearbeiten]

Der Breitenbachstausee liegt im Siegerland etwa 12 km (Luftlinie) nördlich von Siegen an der Südwestabdachung des Rothaargebirges. Er erstreckt sich nördlich von Dahlbruch und Allenbach, zwei westlichen Stadtteilen von Hilchenbach; etwas weiter west-südwestlich des Stausees befindet sich Kreuztal. Das gestaute Fließgewässer ist der kleine Breitenbach, ein nördlicher Zufluss des Ferndorfbachs im Einzugsgebiet der Sieg.

Technisches[Bearbeiten]

Stausee[Bearbeiten]

Der Breitenbachstausee, dessen Wasseroberfläche bei höchstem Stauziel (370 m ü. NHN) 57,7 ha (0,577 km²) Fläche aufweist, hat rund 7,8 Mio. m³ Speicherraum und ein Einzugsgebiet von rund 4,1 km² (mit Überleitungen 11,6 km²) Fläche.

Talsperre[Bearbeiten]

Die Breitenbachtalsperre, welche die zwischen 1953 und 1956 bei Hilchenbach als Staudamm errichtete Talsperre des Breitenbachstausees darstellt, wurde in zwei Bauabschnitten mit unterschiedlichen Bauweisen erbaut. Ihr unterer Teil ist ein Steinschüttdamm mit einer Lehmkerndichtung, der luftseitig aufgesetzte Teil hat eine Asphaltbeton-Innendichtung.

Die Breitenbachtalsperre, die über der Talsohle 36,5 m hoch ist (Dammkrone: 372,5 m ü. NHN) sowie 370 m Kronenlänge und 8 m Kronenbreite aufweist, hat ein Dammvolumen von 680.000 m³.

Die Talsperre verfügt über einen Überfallturm als Hochwasserentlastung, einen Entnahmeturm beim wasserseitigen Fuß des Damms mit vier Entnahmehöhen, eine Herdmauer mit einem Kontrollgang unter der alten Lehmdichtung und einen Grundablasskanal. Der Damm hat an der Wasserseite drei Bermen.

Freizeitmöglichkeiten[Bearbeiten]

Um den Breitenbachstausee herum führt ein 5,27 km langer Rundweg zum Wandern, Radfahren (usw.). Sonstige Freizeitmöglichkeiten am See gibt es wegen seines Charakters als Trinkwassertalsperre nicht.

Seit dem 1. August 2008 hat der Wasserverband Siegerland ein Café und Restaurant in dem Gebäude des ehemaligen Alten Wärterhauses direkt an der Talsperre eröffnet.

Bilder[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zurückgeblättert..., Siegener Zeitung vom 30. Juli 2011, S. 43

Literatur[Bearbeiten]

  • Peter Franke, Wolfgang Frey: Talsperren in der Bundesrepublik Deutschland. Herausgegeben vom Nationalen Komitee für Grosse Talsperren in der Bundesrepublik Deutschland (DNK) und Deutscher Verband für Wasserwirtschaft und Kulturbau e.V. (DVWK). Systemdruck-GmbH, Berlin 1987, ISBN 3-926520-00-0.

Weblinks[Bearbeiten]