Brusque (Santa Catarina)

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Brusque
-27.094924-48.91480721Koordinaten: 27° 6′ S, 48° 55′ W
Karte: Santa Catarina
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Brusque

Brusque auf der Karte von Santa Catarina

Basisdaten
Staat Santa Catarina
Land Brasilien
Stadtgründung 4. August 1860
Einwohner 109.950 (Ber. 2012)
Detaildaten
Fläche 283 km²
Bevölkerungsdichte 315 Ew./km²
Höhe 21 m
Zeitzone UTC-3
Stadtvorsitz Paulo Roberto Eccel
Website www.brusque.sc.gov.br

Brusque ist eine schnell wachsende Mittelstadt im Bundesstaat Santa Catarina im Süden von Brasilien und liegt am Ufer des Flusses Itajaí-Mirim zwischen den Städten Blumenau im Nordwesten und Itajaí im Nordosten und gilt neben Joinville als eines der drei Zentren deutscher Kolonisation in Santa Catarina. Sie hat 109.950 Einwohner (2012) auf 283 km².[1]

Geschichte und Stadtentwicklung[Bearbeiten]

Die Stadt entstand im Jahre 1860 infolge der in den Jahren 1845 bis 1859 stattfindenden zweiten Einwanderungswelle Deutscher nach Brasilien. In Brusque ließen sich Auswanderer aus Schleswig-Holstein, Pommern und Baden nieder. Nach 1875 siedelten sich auch Italiener und Polen an.

Zur Zeit der Stadtgründung im Jahre 1860 lebten in Brusque 54 deutsche Familien. Im Jahre 1887 wohnten im Ort bereits 11.000 Einwohner. Im Jahre 2000 war die Einwohnerzah bereits auf 70.000 angestiegen.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Brusque ist bekannt als „Die Wiege des Spinnens und des Webens von Santa Catarina“ und „Die Stadt der Textilien“. Denn Brusque ist das Hauptzentrum der Herstellung von Textilwaren in Südbrasilien, insbesondere von Konfektion.

In der Stadt gibt es drei Bierbrauereien: „Cervejaria do Lalo“, „Cervejaria Zehn Bier“ und „Cervejaria Zehn Bier II“.

Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten in Brusque sind die Azambuja-Kirche, die Domkirche „São Luis Gonzaga“ und das Azambuja-Museum (Museu de Azambuja). Weiterhin gibt es dort ein astronomisches Observatorium, das als eines der besten in Brasilien gilt.

Seit 1986 findet jedes Jahr das „Fenarreco“ im Oktober statt. Es gilt als typisch deutsches Fest; im Jahre 2012 zog es mehr als 115.000 Besucher an.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística