Budapest Quartet

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Das Budapest Quartet existierte von 1917 bis 1967 und zählte zu seiner Zeit zu den bekanntesten Kammermusikinterpreten. Die erste Besetzung bestand aus den Ungarn Emil Hauser, Imre Poganyi, Istvan Ipolyi und dem Niederländer Harry Son, die an der Budapester Oper wirkten. Später kamen auch Russen und Ukrainer zum Quartett hinzu. Gegründet wurde es 1917 in Budapest. Das Ensemble debütierte mit seinem ersten Konzert im selben Jahr in Kolozsvár. Es folgten ab 1920 internationale Tourneen durch mehrere Kontinente. Im Jahr 1938 übersiedelte das Quartet wegen der angespannten Lage in Europa in die USA, wo es bis 1962 am Library of Congress in Washington, D. C. seinen Sitz hatte. Ehemaliges Mitglied Harry Son und seine Ehefrau Marianne wurden 1942 in Amsterdam verhaftet und im KZ Auschwitz ermordet. In den 40er Jahren kam es zu einer Zusammenarbeit mit dem aus Ungarn stammenden Dirigenten George Szell vom Cleveland Orchestra, der das Quartett am Klavier begleitete. 1967 löste sich das Quartett auf.

Bekannt wurde das Quartett für seine warmen ausdrucksvollen Interpretationen die sowohl von der Klassik bis zur zeitgenössischen Musik wie Zoltán Kodály und Béla Bartók reichte. Es zählte zu den erfolgreichsten Streichquartetten jener Zeit. Einen Namen machte sich das Quartett auch durch die Einspielung der Kammermusikwerke Beethovens. Das Quartet stand über 30 Jahre bei Columbia Records unter Vertrag.

Mitglieder[Bearbeiten]

Erste Violine:

Zweite Violine:

Bratsche:

Violoncello:

  • Harry Son (geboren Henri Mozes Son) (1917–1930)
  • Mischa Schneider (1930–1967)

Literatur[Bearbeiten]

  • Nat Brandt: Con Brio: Four Russians Called the Budapest String Quartet

Weblinks[Bearbeiten]