Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung
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| Staatliche Ebene | Bund | ||
| Stellung der Behörde | Oberste Bundesbehörde | ||
| Gründung | 1.3.2007 (ursprünglich 24.7.1970) | ||
| Hauptsitz | Wien 14 | ||
| Behördenleitung | Karlheinz Töchterle, Bundesminister für Wissenschaft und Forschung
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| Website | www.BMWF.gv.at | ||
Das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (kurz BMWF oder Wissenschaftsministerium) ist die österreichische Verwaltungseinrichtung des Bundes, und vor allem für die wissenschaftliche Forschung und akademische Ausbildung zuständig.
Das Ministerium wurde 1970 von Bruno Kreisky als dezidiertes Wissenschafts- und Hochschulministerium geschaffen, womit das Konzept eines Kultusministeriums als Gesamtministerium für Bildung und Kultur hinfällig wurde. 1996–2000 war es kombiniertes Wissenschafts- und Verkehrsministerium, 2000–2007 gab es wieder eine Gesamt-Bildungsministerium mit Kultur, dann wurde es in seiner ursprünglichen Spezialisierung wiedereingerichtet.
Mit dem Technologieministerium Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie gibt es derzeit in Österreich noch ein zweites Ministerium für wissenschaftliche Angelegenheiten, das sich speziell um wirtschaftsnahe Forschung und Entwicklung kümmert.
Inhaltsverzeichnis |
Bundesminister [Bearbeiten]
→ Hauptartikel: Wissenschaftsminister der Republik Österreich
In der derzeit amtierenden Bundesregierung Faymann ist Karlheinz Töchterle (ÖVP) Bundesminister für Wissenschaft und Forschung. Er wurde am 21. April 2011 als Nachfolger von Beatrix Karl angelobt.
Gründungsministerin des Wissenschaftsministeriums war Hertha Firnberg (1971–1983), gefolgt u. a. von Heinz Fischer (1983–87), Erhard Busek (1989–94) und Elisabeth Gehrer (2000–07, Bildungsministerin seit 1995). Nachdem Johannes Hahn als Regionalkommissar in die EU-Kommission wechselte, übernahm Karl dieses Amt.
Kompetenzen [Bearbeiten]
Ursprünglich explizit für Wissenschaft und Forschung konzipiert, war 1994 die Zuständigkeit für Kunst vom Bildungsministerium hinzugekommen (Reform des Denkmalwesens), 1996 auch für Verkehr (Zeit der Privatisierung der öffentlichen Wirtschaft, Scholten, Einem, Schmid als Wissenschafts- und Verkehrsminister), 1997 kam Kunst an das Bundeskanzleramt, und 2000–2007 waren Bildungs- und Wissenschaftsministerium vereint (Zeit Geherer, Verkehr zum Infrastrukturministerium). Heute stellt sich das Ministerium wieder rein wissenschaftsbezogen dar, und begleitet insbesondere den Bologna-Prozess, das Erasmus-Programm zu Mobilität im Hochschulbereich, und die Privatisierung der Hochschullandschaft (Fachhochschulen, Privatuniversitäten).
Das BMWF ist zuständig für:
- Wissenschaften, insbesondere der wissenschaftlichen Forschung und Lehre
- Universitäten
- Fachhochschulen
- Wissenschaftliche Anstalten und Forschungseinrichtungen einschließlich der österreichischen Akademie der Wissenschaften
- Wissenschaftliches Bibliotheks-, Dokumentations- und Informationswesen
- Studentische Interessenvertretung und Studienbeihilfen und Stipendien
- Studentenmensen sowie Förderung des Baus von Studentenheimen
- Wissenschaftliche Sammlungen und Einrichtungen
- Wissenschaftliche Forschung und der internationale Mobilitätsprogramme sowie europäischen Rahmenprogramme
- Lebenswissenschaften und Förderung von Ersatzmethoden zum Tierversuch
- Wissenschaftliche Stiftungen und Fonds
Im Licht der Öffentlichkeit stand das Ministierium in jüngeren Jahren besonders in der Diskussion um Studiengebühren und „Deutschenschwemme“, und die Studierendenproteste in Österreich 2009/2010 (Besetzung des Audi-Max, „Die Uni brennt!“).
Organisation [Bearbeiten]
Das Bundesministerium ist in Sektionen, Abteilungen und Referate gegliedert:
- Bundesminister
- Generalsekretär
- Sektion I: Universitäten, Fachhochschulen, Personalmanagement, Raum
- Sektion II: Wissenschaftliche Forschung; Internationale Angelegenheiten
- Sektion III: Budget; Förderungen im Wissenschaftsbereich; Protokoll; Öffentlichkeitsarbeit; Zentrale Dienste; Informations- und Kommunikationstechnologie; Förderung und Beratung für Studierende; Anerkennungsfragen und Internationales Hochschulrecht
- Zentralausschüsse
Historische Entwicklung [Bearbeiten]
Preise und Auszeichnungen [Bearbeiten]
- Das Wissenschaftsministerium verleiht seit 1997 alle zwei Jahre den Gabriele-Possanner-Staatspreis als Wissenschaftspreis, je nach politischer Lesart für Feminismusforschung oder für wissenschaftliche Leistungen im Dienste der Geschlechterdemokratie.
Weblinks [Bearbeiten]
- Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung
- Österreichischer Forschungsdialog, Initiative des Ministeriums, um den Dialog über Forschung mit der Bevölkerung zu fördern
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