Burg Eisenhardt

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Burg Eisenhardt
Burg Eisenhardt im Jahr 1626

Burg Eisenhardt im Jahr 1626

Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: Wesentliche Teile erhalten
Ort: Bad Belzig
Geographische Lage 52° 8′ 16″ N, 12° 35′ 5″ O52.13777777777812.584722222222Koordinaten: 52° 8′ 16″ N, 12° 35′ 5″ O
Burg Eisenhardt (Brandenburg)
Burg Eisenhardt

Die Burg Eisenhardt ist eine ehemalige Burganlage am Rand der Stadt Bad Belzig.

[Bearbeiten] Lage

Die Burg Eisenhardt liegt auf einer Anhöhe im Hohen Fläming im Bundesland Brandenburg, Landkreis Potsdam-Mittelmark, am südwestlichen Rand der Kreisstadt Bad Belzig.

Die Anhöhe wird als Bricciusberg bezeichnet, worauf die Bezeichnung der in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft befindlichen St.Bricciuskirche hindeutet.

[Bearbeiten] Geschichte

Hier wird eine Höhensiedlung der frühen Bronze- beziehungsweise Eisenzeit vermutet. Nördlich von dieser Höhensiedlung wird der slawische Burgwall burgwardium belizi (vermutlich das Zentrum des slawischen Gaues Ploni, der zum Siedlungsgebiet der Heveller gehörte) aus dem 9. bis 11. Jahrhundert vermutet, das im Jahr 997 Kaiser Otto III. dem Erzstift Magdeburg verlieh. Nach jahrhundertelangen Auseinandersetzungen gelangte unter Albrecht dem Bären der Burgwall im 12./13. Jahrhundert in den Besitz der Askanier.

Zur Höhenburg gehörte die am Fuße gelegene Siedlung Sandberg, in der seit 1161 die dort ansässigen Burgmannen belegt sind. Die Burg wechselte zwischen der Markgrafschaft Meißen, der Markgrafschaft Brandenburg und dem Erzbistum Magdeburg mehrmals ihre Besitzer. 1272 wurde von sächsischer Seite ein Kastellan „von Oppen” eingesetzt, der Grundherr auch der Niemegker Ländereien. Sein Grundbesitz lag sowohl in Brandenburg als auch in Sachsen. Die Burg Eisenhardt wurde durch das Erzbistum Magdeburg 1394 belagert und 1406 weitgehend zerstört.

1423/1425 fiel die Burg mit der sächsischen Kurwürde an das Haus Wettin. 1429 belagerten die Hussiten die Burg. Nach 1467 wurde sie durch den Kurfürsten Ernst von Sachsen zu einer mit Steinbüchsen bestückten Festung ausgebaut und eine neue Burganlage geschaffen. 1636 wurde das Bauwerk im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges durch schwedische Truppen stark beschädigt. Mit seiner Wiederherstellung wurde erst in den 1680er Jahren unter Kurfürst Johann Georg III. begonnen.

Im 18. Jahrhundert fanden größere Umbauten vor allem im Inneren der Burg statt. 1815 wurde das bis dahin sächsische Amt Belzig an Preußen angeschlossen. Das neu entstandene Landratsamt zog in die Burg ein, was aber ihren weiteren Verfall nicht aufhielt. Erst 1849 wurde sie unter dem Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV. restauriert.

Heute beherbergt die Burg ein Heimatmuseum, eine Außenstelle des Standesamts der Stadt Bad Belzig, eine Bibliothek mit Schwerpunkt auf die Burggeschichte sowie ein Hotel.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Burg Eisenhardt – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
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