Burgtheater (Film)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Originaltitel Burgtheater
Produktionsland Österreich
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1936
Länge 122 Minuten
Stab
Regie Willi Forst
Drehbuch Willi Forst
Jochen Huth
Produktion Willi Forst-Film
Musik Peter Kreuder
Kamera Ted Pahle
Schnitt Hans Wolff
Besetzung

Burgtheater ist ein österreichischer Film des Jahres 1936. Diese dem Wiener Film zuzuordnende Produktion war die erste von Willi Forst neu gegründeter Filmgesellschaft. Das Burgtheater in Wien ist der wichtigste Schauplatz.

Handlung[Bearbeiten]

Der Film spielt in Wien um 1900. Der berühmte Burgschauspieler Friedrich Mitterer findet in der Schneidermeisterstochter Leni Schindler, die er in der Kirche beim Gebet gesehen hat, die Liebe seines Lebens. Diese aber liebt den unbekannten jungen Schauspieler Josef Rainer, der bei ihren Eltern als Untermieter wohnt.

Leni entdeckt eine Einladungskarte für Mitterer bei der Baronin Seebach und gibt diese an Rainer, der nun an Stelle Mitterers bei der Baronin erscheint. Diese ist zwar enttäuscht, stellt ihn nun aber geistesgegenwärtig ihren Gästen als Neuentdeckung vor und verschafft ihm eine kleine Rolle am Burgtheater.

Da sie sich zudem in ihn verliebt hat, setzt der eifersüchtige Ehemann der Baronin durch, dass ihm vom Burgtheater gekündigt wird. Rainer will sich umbringen, wird aber von Mitterer gerettet, der jetzt erkannt hat, dass Leni und Rainer zusammengehören.

Weiteres[Bearbeiten]

Berühmt wurde die Filmmusik von Peter Kreuder, deren ernste Phasen der 4. Sinfonie von Anton Bruckner entlehnt wurde. Die bekannteste Melodie Sag beim Abschied leise Servus, gesungen von Greta Keller. Geht auf eine Polka aus der Operette Blindekuh von Johann Strauß (Sohn) zurück. Kreuder machte daraus einen langsamen Walzer, der Text stammte von Harry Hilm, der zum Evergreen wurde. Bauten und Szenenbilder stammten von Kurt Herlth, Werner Schlichting und Emil Stepanek.

Kritiken[Bearbeiten]

  • Lexikon des internationalen Films: Treffliche Darstellung des Theatermilieus, sensible Charakterzeichnung und eine unaufdringliche Komik, die den Ansätzen zur Sentimentalität die Spitze abbricht, machen den hervorragend gespielten Film sehenswert.
  • Evangelischer Filmbeobachter (Kritik Nr. 824/1954): Die rührende Geschichte vom großen Schauspieler, der um seiner Kunst willen der Liebe entsagt, gehört in die Welt von gestern.

Weblinks[Bearbeiten]