Camouflage (Band)

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Camouflage
Camouflage beim WGT 2011 in Leipzig
Camouflage beim WGT 2011 in Leipzig
Allgemeine Informationen
Genre(s) Synthie Pop, Elektropop
Gründung 1983
Website www.camouflage-music.com
Gründungsmitglieder
Heiko Maile
Marcus Meyn
Oliver Kreyssig
?
Martin Kähling (bis 1984)
Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben
Voices & Images
  DE 16 xx.xx.1988
Methods of Silence
  DE 13 xx.xx.1989
Bodega Bohemia
  DE 90 xx.xx.1993
Sensor
  DE 26 06.06.2003 (4 Wo.)
Relocated
  DE 57 08.09.2006 (2 Wo.)
Live in Dresden
  DE 99 06.02.2009 (… Wo.)
Singles
The Great Commandment
  DE 14 19.10.1987 (16 Wo.)
  US 59 xx.xx.1989
Strangers' Thoughts
  DE 20 21.03.1988 (14 Wo.)
Neighbours
  DE 58 11.07.1988 (5 Wo.)
Love Is a Shield
  DE 9 05.06.1989 (29 Wo.)
  AT 11 01.09.1989 (12 Wo.)
  CH 29 10.09.1989 (2 Wo.)
Heaven (I Want You)
  DE 57 08.04.1991 (7 Wo.)
Thief
  DE 94 26.07.1999 (2 Wo.)
The Great Commandment 2.0
  DE 85 23.04.2001 (3 Wo.)
Me and You
  DE 53 28.04.2003 (8 Wo.)
I Can't Feel You
  DE 75 08.09.2003 (1 Wo.)
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Camouflage ist der Name einer deutschen Synthie-Pop-Band.

Inhaltsverzeichnis

Bandgeschichte [Bearbeiten]

Die Band wurde 1983 in Bietigheim-Bissingen (Baden-Württemberg) von Heiko Maile, Marcus Meyn, Oliver Kreyssig und Martin Kähling als Lizenenced Technology gegründet. 1984 stieg Martin Kähling aus, und die verbliebenen Bandmitglieder gaben sich den neuen Namen Camouflage (französisch für Tarnung, Verhüllung), inspiriert von einem Lied der Gruppe Yellow Magic Orchestra.

Das erste Studio wurde „Boys Factory“ benannt und befand sich im Keller des Elternhauses von Heiko Maile in der Metterzimmererstraße in Kleinsachsenheim, dort wurden 1985 zwei Demokassetten aufgenommen. Eine dieser Kassetten reichte ein Freund bei einem Radiosender für einen Wettbewerb ein, bei dem sie den 1. Platz belegte, wodurch das kleinere Frankfurter Label Westside auf die Band aufmerksam wurde. Mit diesem wurde 1987 der Titel The Great Commandment aufgenommen, was schließlich zu einem Vertrag mit der Plattenfirma Metronome führte. The Great Commandment wurde vorher unter dem Namen Suddenly went away auf einem in der damaligen Zeit üblichen Tape-Sampler namens New Music veröffentlicht und hauptsächlich unter der Hand im Großraum Bietigheim-Bissingen verkauft. Während die Debüt-Single, The Great Commandment, in Deutschland Platz 14 erreichte, schaffte sie es in den USA auf Platz 1 der Billboards dance charts. Ein weiterer großer internationaler Hit der Gruppe war 1989 Love is a Shield. Im gleichen Jahr hatte sie zuvor für den Grand-Prix-Eurovision-Vorentscheid (Ein Lied für Lausanne) den Titel Bitte nicht nochmal der Gruppe Die Erben produziert.

Kreyssig verließ Camouflage im Jahr 1990. Ein Jahr darauf brachte die Band mit Meanwhile ein Album mit hauptsächlich akustischer Instrumentierung heraus. Allerdings wurde die Vorabsingle Heaven (I Want You) kein kommerzieller Erfolg. Sie erreichte lediglich Platz 57 der deutschen Single-Hitparade.

Bereits ein Jahr später brachten sie unter dem Namen Areu Areu ein gleichnamiges Album mit Coverversionen und frühen Stücken von Camouflage heraus. Die Grundlage zu diesem Album waren Backing-Aufnahmen für einen Live-Auftritt auf einer Geburtstagsparty des mit der Band befreundeten Fotografen Reiner Pfisterer. Zwei Jahre später kehrten sie mit Bodega Bohemia zu ihren elektronischen Wurzeln zurück. Auch dieses Album wurde kommerziell nicht erfolgreich. Zwei Jahre später brachten sie auf BMG Spice Crackers heraus. Auch dieses Album verkaufte sich kaum. 1997 erschien mit We Stroke The Flames eine Best-of-Compilation, zu der auch in limitierter Auflage eine 12"-Single mit alten Mixes, u. a. von Love is a Shield, erschien.

Erst 1999 ließen Camouflage wieder etwas von sich hören, allerdings wieder zu dritt mit Oliver Kreyssig: Die Elektropopsingle Thief erschien noch in jenem Jahr. Auch sie hielt sich nicht lange in der Hitparade, weshalb die Pläne für ein weiteres Album wieder auf Eis gelegt wurden. 2000 erschien eine Neufassung von The Great Commandment, mit Platz 85 in der deutschen Hitparade hielt sie jedoch auch nicht die Erwartungen, die die Plattenfirma an sie stellte. Nicht allzu lange später wurde We Stroke The Flames vom Markt genommen, da Rewind – The Best of 1995–1987, eine Best-of-Compilation, die von Camouflage persönlich zusammengestellt wurde, herauskam. Auf dieser befanden sich auch, im Gegensatz zur We Stroke The Flames, die Singles vom 95er Album Spice Crackers und in der Special Edition auch eine DVD mit Videos.

2003 kam Sensor auf Polydor heraus. Es gelangte auf Platz 26 der deutschen Hitparade, die beiden Singles kamen in die Top 80. Am 28. Juli 2006 erschien die neue Single „motif sky“. Diese schaffte es nicht in die Top 100 der deutschen Single-Hitparade. Am 25. August 2006 wurde das dazugehörige Album „Relocated“ veröffentlicht. Obwohl vom neuen Plattenlabel SPV kaum eine Promotion für die Platte angestrengt wurde, schaffte es „Relocated“ auf Platz 57 in der Album-Hitparade.

Am 23. Januar 2009 erschien die erste Live-DVD unter dem Titel „Camouflage – Live in Dresden“ bei SPV. Kernstück ist ein Konzert von der 2006er „Relocated-Tour“ in Dresden. Zusätzlich enthält das Box-Set eine Audio-CD mit einem Live-Mitschnitt des Konzertes sowie eine eigene DVD mit umfangreichem Bonus-Material.

Diskografie [Bearbeiten]

Singles [Bearbeiten]

  • 1987: The Great Commandment
  • 1988: Strangers' Thoughts
  • 1988: Neighbours
  • 1988: That Smiling Face (nur in den USA veröffentlicht)
  • 1989: Love Is A Shield
  • 1989: One Fine Day
  • 1991: Heaven (I Want You)
  • 1991: This Day / Handsome
  • 1993: Suspicious Love
  • 1993: Close
  • 1993: Jealousy
  • 1995: Bad News
  • 1996: X-Ray
  • 1997: Love Is A Shield '97 (limitierte 12" Single)
  • 1999: Thief
  • 2001: The Great Commandment 2.0
  • 2003: Me And You
  • 2003: I Can't Feel You
  • 2006: Motif Sky
  • 2006: Something Wrong (limitierte Auflage – nur bei einigen Konzerten und als Digital Download erhältlich gewesen)
  • 2006: The Pleasure Remains (Promo-Single – nur in Polen erschienen)

Alben [Bearbeiten]

  • 1988: Voices & Images
  • 1989: Methods Of Silence
  • 1991: Meanwhile
  • 1992: Areu Areu von Areu Areu (Camouflage)
  • 1993: Bodega Bohemia
  • 1995: Spice Crackers
  • 1997: We Stroke The Flames – Best of Camouflage
  • 2001: Rewind << The Best of 95–87
  • 2003: Sensor
  • 2006: Relocated
  • 2007: Archive #01
  • 2009: Spice Crackers (Re-Release)

Videos [Bearbeiten]

  • 1991: Images

DVDs [Bearbeiten]

  • 2001: Rewind (CD + DVD)
  • 2009: Live in Dresden (2 DVD + CD)

Auszeichnungen [Bearbeiten]

RSH-Gold

  • 1988

Literatur [Bearbeiten]

  • Dirk Horst: Synthiepop – Die gefühlvolle Kälte: Geschichten des Synthiepop. 2. Aufl., Books on Demand GmbH, Norderstedt 2011, S. 130 ISBN 978-3-84-233422-9

Weblinks [Bearbeiten]