Carme Chacón

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Carme Chacón 2009
Carme Chacón im Gespräch mit dem amerikanischen Verteidigungsminister Robert M. Gates, NATO-Tagung, Budapest 2008

Carme Chacón i Piqueras (* 13. März 1971 in Esplugues de Llobregat, Provinz Barcelona) ist eine spanische Politikerin der Partit dels Socialistes de Catalunya (PSC). Von April 2008 bis Dezember 2011 war sie Verteidigungsministerin im Kabinett Zapatero II.

Chacón studierte Jura an der Universität Barcelona und wurde Professorin für Verfassungsrecht an der Universitat Girona.[1] 1994 trat sie in die PSC, eine katalanische Schwesterpartei der im restlichen Land vertretenen PSOE, ein.[2] Seit 2000 ist sie Mitglied des Abgeordnetenkongresses (Unterhaus des spanischen Parlaments), dessen Vizepräsidentin sie von 2004 bis 2007 war. Bei der Umbildung des Kabinetts Zapatero am 6. Juli 2007 wurde sie als Nachfolgerin María Trujillos zur Ministerin für Wohnungswesen.[1] Von April 2008 bis Dezember 2011 war sie im Kabinett Zapatero II Verteidigungsministerin der IX. Legislaturperiode; sie war damit die erste Frau, die in Spanien dieses Amt einnahm.[3] Sie trat das Amt im siebten Monat einer Schwangerschaft an.[4]

Nach der Wahlniederlage der PSOE bei den spanischen Parlamentswahlen 2011 bewarb sie sich um das Amt des Generalsekretärs der Partei, unterlag aber bei der Wahl auf dem Parteitag am 4. Februar 2012 knapp Alfredo Pérez Rubalcaba, dem PSOE-Spitzenkandidaten der verlorenen Wahlen.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Carme Chacón – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b www.carmechacon.cat: Biografía de Carme Chacón (Version vom 5. Mai 2008 im Internet Archive)
  2. Ministra de Vivienda: Equipo de dirección
  3. El nuevo Gobierno: Un secreto muy bien guardado (El País, 13. April 2008)
  4. Yes, ministra!, The Guardian 18. April 2008.