Charles Angélique François Huchet de La Bédoyère

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Charles de La Bédoyère, porträtiert von Hortense de Beauharnais

Charles Angélique François Huchet de La Bédoyère (* 17. April 1786 bei Paris; † 19. August 1815) war französischer Generalleutnant unter Napoléon Bonaparte.

Biografie[Bearbeiten]

Er trat 1806 der Armee bei, wurde zunächst Lieutenant en second im 11e régiment de chasseurs à cheval und nahm an den Feldzügen von 1806 bis 1812 als Adjutant des Marschall Jean Lannes, dann Joachim Murats teil. 1813 erhielt er von Napoleon den Befehl über das „112e régiment d' infanterie“ , an dessen Spitze er bei Bautzen und bei Goldberg kämpfte.

Bei Napoleons Rückkehr von Elba 1815 führte er diesem sein Regiment, welches in Grenoble stand, nach Vizille entgegen, zog mit ihm in Grenoble ein und erhielt den Grad eines Maréchal de camp. Bald darauf wurde er zum Lieutenent-général und Pair von Frankreich erhoben. Nach der Schlacht bei Waterloo eilte er nach Paris und sprach in der stürmischen Sitzung der Pairskammer vom 22. Juni mit besonderer Heftigkeit gegen die Bourbonen. Nach der Kapitulation von Paris folgte er der Armee hinter die Loire.

La Bédoyère war gerade im Begriff, nach Amerika auszuwandern, als er am 3. Juli in Paris verhaftet, von einem Kriegsgericht verurteilt und am 19. August standrechtlich erschossen wurde.