Charles Sutherland Elton

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Charles Sutherland Elton (* 29. März 1900 in Liverpool; † 1. Mai 1991 in Oxford) war ein britischer Ökologe und Zoologe. Auf ihn wird der Beginn der modernen Tierökologie zurückgeführt.

Leben[Bearbeiten]

Charles Elton gehörte zu den ersten, die den Zusammenhang zwischen Tieren und Pflanzen in ihrer natürlichen Umgebung studierte und der Tierverhalten als Ergebnis ihrer Lebensumgebung definierte. Er definierte das Konzept der Nahrungskette und zählt zu den frühen Umweltschützern und Invasionsbiologen, da er sich sehr mit der Auswirkung eingeführter Arten in einem Lebensraum beschäftigte. Gemeinsam mit dem US-Amerikaner Aldo Leopold prägte er den Begriff der Ökosysteme. Er führte den Begriff der Ökologischen Nische ein. Der Ökologe Joseph Grinnell hatte unabhängig von Elton das Konzept früher beschrieben, Eltons Arbeiten waren aber unabhängig davon.

Zu den Forschungsprojekten zählt eine über 20 Jahre währende Studie über das Zusammenwirken einzelner Tierarten in Feuchtgebieten, Gewässern und Gehölzen in einem Gebiet nahe Oxford. Auf ihn geht außerdem die Elton'sche Zahlenpyramide zurück, die sich mit der Frage beschäftigt, warum die Zahl der Räuber über die Nahrungskette hinweg abnimmt.

Ehrungen[Bearbeiten]

Elton wurde 1953 als Mitglied („Fellow“) in die Royal Society gewählt, die ihn 1970 mit der Darwin-Medaille auszeichnete. 1967 wurde ihm die Linné-Medaille der Linnean Society of London verliehen.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Animal Ecology - 1927
  • Voles, mice and lemmings, Oxford 1942
  • The Ecology of Invasions by Animals and Plants - 1958
  • The Pattern of Animal Communities - 1966

Weblinks[Bearbeiten]