Colosseum (Band)

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Colosseum
Colosseum (2010)
Colosseum (2010)
Allgemeine Informationen
Genre(s) Rock, Jazz, Blues
Gründung 1968
Auflösung 1971
Neugründung 1994
Gründungsmitglieder
Jon Hiseman
Dick Heckstall-Smith
(1968–2004, †)
Dave Greenslade
Jim Roche (1968–1969)
Tony Reeves (1968–1969)
Aktuelle Besetzung
Schlagzeug, Perkussion
Jon Hiseman
Keyboard, Vibraphon
Dave Greenslade
Gesang
Chris Farlowe (ab 1970)
Bass, Gesang
Mark Clarke (ab 1970)
Gitarre, Gesang
Dave („Clem“) Clempson (ab 1969)
Saxophon
Barbara Thompson (ab 2004)
Ehemalige Mitglieder
Gitarre, Gesang
James Litherland (1969–1970)
Colosseum II (1975-1977)
Schlagzeug
Jon Hiseman
Keyboard
Don Airey
Gitarre, Gesang
Gary Moore († 2011)
Bass
Neil Murray (bis 1976)
Bass
John Mole (1977, † 2006)
Gesang
Mike Starrs (bis 1976)
Dick Heckstall-Smith 1973

Colosseum ist eine britische Jazzrockband.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

[Bearbeiten] 1968-1971

Colosseum wurde 1968 vom Schlagzeuger Jon Hiseman und dem Saxophonisten Dick Heckstall-Smith gegründet, die zuvor mit der Graham Bond Organization gespielt hatten und danach mit John Mayall’s Bluesbreakers den europäischen „weißen“ Blues popularisiert hatten. Hiseman brachte die ihm schon aus Schulzeiten bekannten Dave Greenslade (später Kopf seiner Band Greenslade) und Tony Reeves mit ein. Zusammen testeten sie zahlreiche Gitarristen und Sänger und fanden James Litherland (von James Litherland’s Brotherhood). Hiseman gewann den Musik-Produzenten Gerry Bron für die Produktion der Alben und die Organisation der Auftritte.

Innerhalb kurzer Zeit wurde Colosseum mit suitenartigen Kompositionen, die Jazz, Rock, Blues und klassische Elemente fusionierten, bekannt. Heckstall-Smith spielte zuweilen zwei Saxophone simultan. Das vielschichtige instrumentale Spektrum wurde 1970 durch den Rhythm-and-Blues-Sänger Chris Farlowe noch erweitert. Das Live-Album der Band (Mitschnitt aus dem Jahre 1971) dokumentiert den wohl höchsten Entwicklungsstand der Gruppe und war für mehr als 20 Jahre auch deren Schlussstein. Im November 1971 löste sich Colosseum auf.

[Bearbeiten] Colosseum II

Hisemans Colosseum II von 1975, mit Gary Moore und Don Airey konnte nicht an den Erfolg der Vorgänger anknüpfen. Diese Formation spielte zeittypischen Jazzrock und löste sich Ende 1978 nach drei Studioalben wieder auf.

[Bearbeiten] Reunion

1994 holte Hiseman nach mehr als 20 Jahren die Gruppe in der erfolgreichen Besetzung von 1971 wieder zu einem Reunion Concert zusammen, das auch für den WDR-Rockpalast aufgezeichnet wurde. Es folgten eine erfolgreiche Reunion-Tour und ein neues Studio-Album, Bread And Circuses. Ein weiteres Studio-Album folgte 2003 mit Tomorrow’s Blues. Die Tournee zu dem Album konnte der erkrankte Heckstall-Smith nicht mehr antreten. Er wurde durch Hisemans Ehefrau Barbara Thompson, die schon früher bei Colosseum mitgewirkt hatte, ersetzt.

[Bearbeiten] Diskografie

[Bearbeiten] Alben

  • 1969: Those Who Are About to Die Salute You - Morituri Te Salutant (UK-Edition, Fontana Records)
  • 1969: Those Who Are About to Die Salute You - Morituri Te Salutant (US-Edition, Dunhill Records, Cover und Songauswahl geändert)
  • 1969: Valentyne Suite (Vertigo Records)
  • 1970: The Grass Is Greener (US-Album, Dunhill Records, Clem Clempson: Gesang und Gitarre)
  • 1970: Daughter of Time (Vertigo Records)
  • 1971: Colosseum Live (Bronze Records)
  • 1971: The Collectors Colosseum (Bronze Records)
  • 1976: Strange New Flesh (Colosseum II)
  • 1977: Electric Savage (Colosseum II)
  • 1978: Wardance (Colosseum II)
  • 1994: Colosseum Lives (Reunion Concert)
  • 1997: Bread & Circuses
  • 2003: Tomorrow’s Blues
  • 2007: Live05

[Bearbeiten] Kompilationen

  • 1986: Epitaph (Castle Communications)
  • 1992: The Time Machine (Castle Communications)
  • 1996: Streets & Walkways – The Best of Gary Moore & Colosseum II (Music Club)
  • 2000: Walking In The Park – Best (1969–71, Zounds, alle Titel digital remastert)
  • 2009: Morituri Te Salutant (4 CD-Box)

[Bearbeiten] Sessions

[Bearbeiten] Literatur

  • Dick Heckstall-Smith: The Safest Place In The World. A Personal History Of British Rhythm and Blues. Quartet Books, 1989
  • Martyn Hanson: Jon Hiseman. Playing The Band. The Musical Life Of Jon Hiseman. Temple Music, 2010

[Bearbeiten] Einzelnachweise

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