Colt Group

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Colt Group S.A.
Colt-Logo.svg
Rechtsform Société Anonyme (Aktiengesellschaft)
Gründung 1992
Sitz London;
in Deutschland:
Frankfurt am Main
Leitung Rakesh Bhasin (CEO)
Tim Hilton (Chairman)
Mitarbeiter 4.825 (2010)
Umsatz 1,575,8 Mrd € (2013)[1]
Branche Telekommunikation
Website colt.net

Colt Group S.A.[2] ist einer der großen IT- und Telekommunikationsdienstleister in Europa und bietet mittelständischen und großen Unternehmen sowie Wholesale-Kunden und Resellern Daten-, Sprach- und Managed Services an. Der Name COLT kommt von „City of London Telecommunications”, in London hat das Unternehmen seinen Ursprung. Hauptanteilseigner ist Fidelity Investments.

Geschäftsfelder[Bearbeiten]

Das Unternehmen betreibt eigene Glasfasernetze und Rechenzentren in Europa und ist an der London Stock Exchange gelistet und in Luxemburg registriert. Colt ist ein europaweit sowie an der US-amerikanischen Ostküste[3] operierender Anbieter von IKT-Lösungen für Geschäftskunden und verfügt über ein eigenes, etwa 83.000 Kilometer langes Glasfasernetz. Mittels 38 Metropolitan Area Networks in Europäischen Metropolen sind rund 20.000 Gebäude direkt mit Glasfaser angeschlossen. Colt betreibt 19 Rechenzentren. In Deutschland hat das Unternehmen Niederlassungen in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main (Hauptsitz), Hamburg, Hannover, Köln, München und Stuttgart.

Zu den rund 35.000 Kunden gehören große nationale und internationale Unternehmen wie 3i, AOK, AON, die BT Group, Commerzbank, Deutsche Bank, Deutsche Börse, Deutsche Telekom, lastminute.com, Nomura International, Michael Page oder MTV Networks Europe. Colt hat über 1.000 Kunden aus dem Finanzsektor, darunter die 25 größten Banken der Welt, 20 europäische Börsen und 24 der 25 führenden europäischen Hedgefonds.

Geschichte[Bearbeiten]

  • 1992: Colt Telecom wird von Fidelity Investments gegründet.
  • 1993: Colt erhält eine Lizenz als öffentlicher Telekommunikationsbetreiber und kann in London und Umgebung in den Wettbewerb als Anbieter für Sprach- und Übertragungsservices eintreten. Das 15 Kilometer lange Londoner Stadtnetz wird fertiggestellt.
  • 1994: Colt unterzeichnet einen Interconnection-Vertrag mit Energis und BT und erweitert damit sein Geschäftsfeld.
  • 1995: Im September wird die Colt Telecom GmbH in Frankfurt gegründet und erhält eine Lizenz, um Dienstleistungen anbieten zu können. Das Department of Trade and Industry (DTI) erteilt Colt eine Betriebslizenz als nationaler Telekommunikationsbetreiber für Großbritannien.
  • 1996: Colt geht an die Londoner Börse und zeichnet bei NASDAQ in New York. In der Frankfurter Innenstadt werden die ersten 50 Kilometer Glasfaser verlegt. Colt Telecommunications erhält eine Betriebslizenz für Frankreich.
  • 1997: In den Innenstädten von Berlin, Hamburg und München werden ebenfalls Glasfasernetze verlegt und das Frankfurter Stadtnetz wird weiter ausgebaut. COLT hat mittlerweile über 1.000 Kunden. Colt Telecom España SA erhält eine Betriebslizenz für Spanien. Colt unterzeichnet einen Interconnection-Vertrag mit France Telecom.
  • 1998: In Düsseldorf startet Colt ein fünftes Stadtnetz und gründet eine Niederlassung in Stuttgart. Auch außerhalb der Stadtnetze werden Kunden angebunden, somit wird Colt zum bundesweiten Telekommunikationsanbieter. Mit Belgacom und der Swisscom AG werden Interconnect-Verträge unterzeichnet. Colt übernimmt Imaginet, bis dahin in Frankreich Marktführer bei den unabhängigen gewerblichen Internet-Serviceanbietern.
  • 1999: In Frankfurt entsteht das erste deutsche Rechenzentrum für Webhousing- und Webhosting-Services. Colt weitet sein europäisches Netzwerk nach Köln, Stuttgart, Genf, Wien, Rotterdam, Marseilles, Lyon und Barcelona aus.
  • 2000: Colt nimmt die Rechenzentren in Berlin, Frankfurt, Amsterdam, London und Paris in Betrieb. In den Städten Turin, Hannover, Antwerpen, Stockholm, Birmingham, Dublin und Rom werden neue Niederlassungen eröffnet. Colt hat mittlerweile über 5.000 Kunden.
  • 2001: Mit vier neuen Niederlassungen in Lissabon, Kopenhagen, Den Haag und Valencia sowie zwei neu angeschlossenen Ländern (Dänemark und Portugal) erreicht das europaweite COLT-Netz nun insgesamt 32 Städte in 13 Ländern. Colt hat mittlerweile über 10.000 Kunden.
  • 2003: Colt bietet als erstes Unternehmen echte Direktverbindung und internationale Ethernet-Services über Synchrone Digitale Hierarchie an.
  • 2004: Colt bietet erstmals Ethernet mit 1 Gbit/s an.
  • 2006: Im August 2006 wird der registrierte Unternehmenssitz von COLT von London nach Luxemburg verlegt und die COLT Telecom plc mit der neu gegründeten COLT Telecom Group S.A. verschmolzen.
  • 2007: In Lissabon und Kopenhagen werden weitere Rechenzentren eröffnet.
  • 2009: Colt bietet erstmals seine Dienstleistungen in den USA an: In den Städten Boston, Chicago, New York und Newark werden Ethernet-Services angeboten.[3]
  • 2010: Der Unternehmensname wird von COLT Telecom in Colt Technology Services geändert und die COLT Telecom Group S.A. in Colt Group S.A. umbenannt.

Infrastruktur[Bearbeiten]

2014 betrieb Colt rund:[4]

  • 83.000 Kilometer Glasfasernetz
  • 20.000 Gebäude in 23 Ländern
  • 20 Rechenzentren

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zusammenfassung der Geschäftsergebnisse für 2013
  2. Colt name change
  3. a b Colt dehnt Ethernet Services in die USA aus
  4. colt.net/über_uns – offizielle Website, Abgerufen am 24. Juni 2014.