Crevans-et-la-Chapelle-lès-Granges

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Crevans-et-la-Chapelle-lès-Granges
Crevans-et-la-Chapelle-lès-Granges (Frankreich)
Crevans-et-la-Chapelle-lès-Granges
Region Franche-Comté
Département Haute-Saône
Arrondissement Lure
Kanton Villersexel
Koordinaten 47° 33′ N, 6° 35′ O47.5519444444446.5855555555556306Koordinaten: 47° 33′ N, 6° 35′ O
Höhe 299–473 m
Fläche 3,91 km²
Einwohner 248 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 63 Einw./km²
Postleitzahl 70400
INSEE-Code

Crevans-et-la-Chapelle-lès-Granges ist eine Gemeinde im französischen Département Haute-Saône in der Region Franche-Comté.

Geographie[Bearbeiten]

Crevans-et-la-Chapelle-lès-Granges liegt auf einer Höhe von 303 m über dem Meeresspiegel, 11 km östlich von Villersexel und etwa 17 km westnordwestlich der Stadt Montbéliard (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich in der hügeligen Landschaft im Südosten des Departements, in einem Talbecken des Flusses Scey am Nordwestfuß des Bois des Hautes Roches.

Die Fläche des 3,91 km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt der Hügellandschaft zwischen den Tälern von Ognon und Doubs. Der westliche Teil des Gebietes wird vom Becken von Crevans eingenommen, das durchschnittlich auf 300 m liegt und überwiegend landwirtschaftlich genutzt wird. Es wird vom Scey entwässert, der hier den Dorfbach aufnimmt und streckenweise die westliche Gemeindegrenze bildet. Nach Südosten erstreckt sich das Gemeindeareal über die Geländeterrasse von La Chapelle bis an den Hang des Höhenzuges der Hautes Roches. Dieser besteht aus einer widerstandsfähigen Kalkschicht der mittleren Jurazeit. Hier wird mit 473 m die höchste Erhebung von Crevans-et-la-Chapelle-lès-Granges erreicht.

Die Gemeinde besteht aus den beiden Ortsteilen Crevans (303 m) in der Mulde des Scey und La Chapelle (355 m) auf einer Geländeterrasse am Nordwestfuß der Hautes Roches. Nachbargemeinden von Crevans-et-la-Chapelle-lès-Granges sind Granges-le-Bourg im Norden, Saulnot im Osten, Gémonval und Vellechevreux-et-Courbenans im Süden sowie Secenans im Westen.

Geschichte[Bearbeiten]

Crevans

Im Mittelalter gehörte Crevans zur Herrschaft Granges, die unter der Oberhoheit der Grafen von Montbéliard stand. Zusammen mit der Franche-Comté gelangte das Dorf mit dem Frieden von Nimwegen 1678 definitiv an Frankreich.

Im Jahr 1807 fusionierten Crevans und La Chapelle-lès-Granges zusammen mit verschiedenen weiteren Ortschaften zur Großgemeinde Granges-le-Bourg. Von dieser Großgemeinde trennte sich Crevans 1832 und erhielt seine Selbständigkeit wieder zurück. La Chapelle-lès-Granges wurde 1853 von Granges-le-Bourg abgetrennt und fusionierte mit Crevans zur Doppelgemeinde Crevans-et-la-Chapelle-lès-Granges. Seit 2000 ist Crevans-et-la-Chapelle-lès-Granges Mitglied des 33 Ortschaften umfassenden Gemeindeverbandes Communauté de communes du Pays de Villersexel.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Im Ortskern von Crevans befinden sich ein interessanter Rundbrunnen, der 1861 vom Architekten Grandmougin geschaffen wurde, und die Skulptur Vierge von Georges Oudot.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1962 163
1968 165
1975 163
1982 214
1990 257
1999 236

Mit 248 Einwohnern (1. Januar 2011) gehört Crevans-et-la-Chapelle-lès-Granges zu den kleinen Gemeinden des Département Haute-Saône. Nachdem die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts deutlich abgenommen hatte (1891 wurden noch 281 Personen gezählt), wurde seit Mitte der 1970er Jahre wieder ein Bevölkerungswachstum verzeichnet.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Crevans-et-la-Chapelle-lès-Granges war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein vorwiegend durch die Landwirtschaft (Ackerbau, Obstbau und Viehzucht) geprägtes Dorf. Die Wasserkraft der Bäche wurde früher für den Betrieb mehrerer Mühlen und einer Gerberei genutzt. Heute gibt es verschiedene Betriebe des lokalen Kleingewerbes. Mittlerweile hat sich das Dorf auch zu einer Wohngemeinde gewandelt. Viele Erwerbstätige sind deshalb Wegpendler, die in den größeren Ortschaften der Umgebung und im Agglomerationsraum Belfort-Montbéliard ihrer Arbeit nachgehen.

Die Ortschaft ist verkehrstechnisch gut erschlossen. Sie liegt an der Hauptstraße D9, die von Héricourt nach Villersexel führt. Weitere Straßenverbindungen bestehen mit Gémonval und Gonvillars.